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Briefe

Auf den Kopf gestellt
aus DER SPIEGEL 2/1995

Auf den Kopf gestellt

(Nr. 52/1994, Automobile: Die natürliche Bremshemmung des Menschen)

Die Empfehlung, stets mit größtmöglicher Kraft zu bremsen, kann tödliche Folgen haben, wenn man dies auf vereister oder nasser Fahrbahn mit Laubbelag oder wegen eines Wildwechsels unternimmt. Blitzschnelle Reaktionen - auch ungebremste - sind oft sinnvoller als antrainierte »sture« Vollbremsungen. *UNTERSCHRIFT: Sigmaringen (Bad.-Württ.) LEO SEIDNER

Viel wichtiger erscheint mir, daß der Gesetzgeber bis heute keine ABS-Schulung in den Fahrschulen fordert, obwohl mehr und mehr Fahrzeuge mit eben genau dieser sicherheitsfördernden Bremsvorrichtung angeboten werden. Mehr noch: Der Gesetzgeber verbietet auch nicht die als problematisch bekannte und kaum zu beherrschende »Mischbereifung«. Durch diese Art der Reifenwahl - zwei Sommer- und zwei Winterreifen - werden alle technischen Finessen eines Autos auf den Kopf gestellt. *UNTERSCHRIFT: Leverkusen MICHAEL DITHMER Mazda Motors

Wieviel Überlebensraum ungeübte Normalfahrer im Notfall verschenken, kann man bei einem Sicherheitstraining, wie es etwa der ACE anbietet, erkennen und verinnerlichen. Daß man nicht nur fahren, sondern auch bremsen lernen muß, haben wir schon vor 20 Jahren gefordert. Noch immer sind aber vielen Fahrlehrern die Reifen wichtiger als das Leben ihrer Kundschaft - wenige aufgeschlossene Fahrlehrer engagieren sich für das Sicherheitstraining. *UNTERSCHRIFT: Stuttgart ERNST BAUER Auto Club Europa (ACE) *BEILAGE: Eine Teilauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe enthält eine Beilage der Lotterie-Einnahme Wessel, Herford, sowie des SPIEGEL-Verlages/Abo, Hamburg.

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