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Briefe

Aufgabe richtig erfüllt
aus DER SPIEGEL 38/1992

Aufgabe richtig erfüllt

(Nr. 35/1992, Bundesbank: Kampfansage an die Regierung)

Darf sich eigentlich die Bundesbank über geltendes Recht hinwegsetzen und Wucherzinsen verordnen? *UNTERSCHRIFT: Ahnatal (Hessen) W. RINGSLEBEN

Woher nimmt die Bundesbank, die es in der nicht mehr ganz kurzen Geschichte der Bundesrepublik noch nie geschafft hat, für länger als zwei Jahre Geldwertstabilität zu erreichen, eigentlich noch den Mut, die Konjunktur abzuwürgen? Gewiß, die Idee der Geldwertstabilität ist bestechend. Aber zeigt nicht die Erfahrung, daß sie auf Dauer nicht zu verwirklichen ist? *UNTERSCHRIFT: Heidelberg ECKHARD BEHRENS

Die Leichen, mit denen die Gralshüter von der Frankfurter Bundesbank ihren Weg pflastern wollen, werden neben den kleinen Häuslebauern vor allem die Investoren in den neuen Bundesländern sein, die die hohen Kreditzinsen nicht erwirtschaften können. Nach neuerer Fachmeinung ist es keineswegs erwiesen, daß hohe Zinsen allein tatsächlich preisdämpfend wirken oder gar das Geldmengenwachstum beeinflussen. *UNTERSCHRIFT: Berlin REINHARD ONNASCH

Ich für meinen Teil bin für jede Entscheidung der Bundesbank in Richtung Währungsstabilität dankbar, zumindest, wenn ich ins Ausland blicke und die dortigen Verhältnisse sehe. *UNTERSCHRIFT: Berlin ARNO KONNEGEN

Die Deutsche Bundesbank ist vielleicht die einzige Einrichtung im wiedervereinigten Deutschland, die ihre Aufgabe richtig erfüllt. Daß sie dafür angefeindet wird, ist ungerecht. *UNTERSCHRIFT: Beuna (Sachsen-Anh.) UWE KRALLERT

Die Bundesbank ist die einzige Stelle, die die jetzige unverantwortliche und schädliche Finanzpolitik der Bundesregierung bremsen kann. Wir wollen ja nicht, daß die D-Mark denselben Weg geht wie der Dollar. Bravo, Herr Schlesinger! *UNTERSCHRIFT: Hannover HARRY DITTRICH HELLEBRONTH

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