US-Abzug aus Afghanistan China und Russland sind für Biden jetzt wichtiger Der Präsident will bis zum 11. September alle amerikanischen Truppen aus Afghanistan abziehen. Die US-Außenpolitik soll sich künftig auf andere Probleme konzentrieren – zum Beispiel auf Wladimir Putin. Von Roland Nelles, Washington
Neuer Stichtag Biden will Truppen zum 11. September aus Afghanistan abziehen Donald Trump wollte die US-Truppen schon im Mai aus Afghanistan abziehen, sein Nachfolger Joe Biden wählt nun ein symbolträchtiges Datum. Außerdem schlägt er Kremlchef Putin ein Gipfeltreffen vor.
Reiche in Chile »Sie flogen mit dem Hubschrauber an den Strand, als die anderen im Lockdown festsaßen« Während die Mehrheit unter der Ungleichheit im Land leidet, schotten sich die Reichen immer mehr ab: Der chilenische Politologe Cristóbal Rovira Kaltwasser hat das Leben in einer anderen Realität erforscht. Ein Interview von Nicola Abé, São Paulo
Ukrainekonflikt Kramp-Karrenbauer wirft Putin gezielte Provokationen vor In der Ostukraine nimmt die Gewalt zu. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zeigt sich besorgt über die Situation und erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland.
»Sofagate« Manfred Weber kritisiert Auftritt der EU-Spitzen in der Türkei Nachdem Recep Tayyip Erdoğan Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch düpierte, hat nun Europapolitiker Manfred Weber die Situation kommentiert: Die EU-Außenpolitik müsse sich besser auf die harten Realitäten vorbereiten.
Im Straflager »Nach dem Besuch bei Alexej sorge ich mich noch mehr um ihn« Trotz gesundheitlicher Probleme will Alexej Nawalny seinen Hungerstreik nicht aufgeben. Seine Frau Julija Nawalnaja bangt um ihn. Die Gefängnisverwaltung verweigert weiterhin ärztliche Versorgung, sagt sie.
Nach Tod von Daunte Wright Verantwortliche Polizistin quittiert ihren Dienst, Polizeichef tritt zurück Konsequenzen nach dem tödlichen Schuss auf einen Schwarzen: Die Polizeibeamtin sowie der örtliche Polizeichef haben gekündigt. Seit Sonntag kam es wiederholt zu Protesten.
Tod bei Polizeieinsatz in Minnesota Was über den Fall Daunte Wright bekannt ist Zehn Monate nach dem Tod von George Floyd kommt es in Minneapolis erneut zu Protesten – weil ein Schwarzer von einer Polizistin erschossen wurde. Wie kam es dazu? Das Wichtigste im Überblick. Von Alexander Sarovic
Skandal um italienischen Pandemiebericht Staatsanwaltschaft Bergamo ermittelt gegen Ex-Vizedirektor der WHO Chatprotokolle zeigen, wie sich ein ranghoher WHO-Funktionär brüstete, einen kritischen Report über sein Heimatland Italien sabotiert zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Doch was wusste WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus? Von Jan Petter
Atomabkommen mit Iran Wer rettet den Zombiedeal? Donald Trump war aus dem Nukleardeal mit Iran ausgestiegen, jetzt laufen Verhandlungen über die Wiederbelebung – überschattet von einem mutmaßlich israelischen Angriff. Wer welche Interessen verfolgt: der Überblick.
Proteste gegen Junta Uno befürchtet in Myanmar Bürgerkrieg wie in Syrien Die Uno wirft der Junta in Myanmar vor, »erbarmungslose Gewalt« gegen friedliche Demonstranten anzuwenden. Die internationale Staatengemeinschaft dürfe nun nicht dieselben Fehler machen wie in Syrien.
Chinas Sonderverwaltungszone Gericht in Hongkong verlängert Haft von Joshua Wong um vier Monate Er sitzt bereits eine Haftstrafe von 13,5 Monaten ab: Nun soll der bekannte Demokratieaktivist Joshua Wong noch länger im Gefängnis bleiben.
Verteidigungsminister Austin USA stationieren weitere 500 Soldaten in Deutschland Donald Trump wollte weniger Soldaten in Deutschland, jetzt erfolgt die Wende: In Berlin hat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin eine Verstärkung der Truppen angekündigt, wenn auch nur in kleinerem Umfang.
Rudolf Anschober Österreichs Gesundheitsminister tritt wegen Überarbeitung zurück Österreichs Kanzler Sebastian Kurz muss inmitten der Coronakrise einen neuen Gesundheitsminister suchen. Der bisherige Ressortchef Rudolf Anschober erklärte seinen Rücktritt.
Söders Sputnik-Deal Das falsche Signal zur falschen Zeit Ein Gastbeitrag von Ralf Fücks Sputnik V ist kein unpolitischer Impfstoff, sondern ein Prestigeprojekt der russischen Führung. Dass Bayerns Ministerpräsident Söder einen Vorvertrag über 2,5 Millionen Dosen abgeschlossen hat, ist fatal.
»Tatenlosigkeit« der Blauhelme im Kongo Mindestens zehn Tote bei Protesten gegen Uno-Mission In verschiedenen Städten des zentralafrikanischen Krisenlandes haben Jugendliche gewaltsam protestiert. Sie fordern einen besseren Schutz durch internationale Hilfstruppen.
Proteste in Minneapolis Biden mahnt nach Tod eines Schwarzen bei Polizeieinsatz zur Ruhe US-Präsident Joe Biden bemüht sich, die aufgebrachte Stimmung in Minneapolis zu beschwichtigen und fordert Aufklärung im Fall Daunte Wright. Demonstranten bezweifeln, dass es sich bei dessen Tod um einen Unfall handelte.
Gekentertes Boot 34 Flüchtlinge aus Jemen sterben vor der Küste Dschibutis Das Wetter war schlecht, die Küstenwache verfolgte das Boot, dann kenterte es: Im Meer vor Dschibuti verloren Dutzende Menschen aus dem Jemen ihr Leben. Im Bürgerkriegsland spitzt sich der Konflikt derweil wieder zu.
Abstimmung in Kirgisistan Umstrittene Verfassungsreform gibt Staatschef Schaparow mehr Macht Erst wurde er von seinen Anhängern aus dem Gefängnis befreit, dann drängte er seinen Vorgänger aus dem Amt. Nun weitet der kirgisische Präsident Schaparow seine Macht aus - gegen den Widerstand von Menschenrechtlern.
Indigene Stadtplanung »Ein Himmel, der mit fliegenden Autos übersät ist, wäre ein Albtraum« Wolkenkratzer und fliegende Autos seien Zukunftsvisionen von weißen, privilegierten, heterosexuellen Männern, sagen junge Designerinnen – und wollen mit indigenen Techniken moderne Städte lebenswerter und krisenfester machen. Von Sonja Peteranderl
Junge Erwachsene zwischen Freiheitsdrang und Zukunftsangst Stacey wurde schwanger, Pablo obdachlos, Marla unsicher Sie haben Pläne, Träume, Hoffnungen – dann schließen die Schulen, das Geld geht aus, der Vermieter kündigt. Es ist hart, in der Pandemie erwachsen zu werden. Drei Geschichten aus Nairobi, São Paulo und Mallorca. Von Nicola Abé, Lena Greiner, Heiner Hoffmann und Jan Petter
Stasi-Vorwürfe gegen tschechischen Premier Angestrengtes Leugnen Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babiš streitet ab, für die Stasi gearbeitet zu haben – dabei sind die Beweise erdrückend. Der Milliardär steuert wohl auf eine schwere politische Niederlage zu. Eine Analyse von Jan Puhl