12. Golfkrieg-Jahrestag Großdemo in Bagdad

Tausende von Irakern haben bei einer Demonstration an den Beginn des Golfkriegs vor zwölf Jahren erinnert. Präsident Saddam Hussein forderte das Volk in einer Rede auf, sich auf einen neuen Krieg vorzubereiten.

Bagdad/Kairo - Begleitet wurden die Iraker, unter denen zahlreiche Mitglieder der regierenden Baath-Partei waren, von ausländischen Friedensaktivisten. Eine Funktionärin der Partei des irakischen Präsidenten Saddam Hussein begleitete bei dem Marsch durch Bagdad eine amerikanische Gruppe. Franzosen riefen "Bush ist ein Mörder". Iraker hielten Saddam-Bilder hoch und verbrannten amerikanische Fahnen.

Saddam Hussein sagte am Freitag in einer Rede anlässlich des Jahrestages des Beginns der alliierten Luftangriffe auf den Irak 1991, "die Geschichte wiederholt sich". Bagdad werde geduldig sein, und seine Einwohner würden ihr Leben verteidigen. Dann werde es eine Wiedergeburt der Stadt geben, versprach er. "Wir sind entschlossen und haben uns darauf vorbereitet, die Angreifer zu schlagen. Wir haben unsere Fähigkeiten bereit gemacht, einschließlich die der Armee, des Volkes und der Führung", sagte er. "Bagdad ist entschlossen, die Mongolen unseres Zeitalters an seinen Toren zum Selbstmord zu zwingen." Damit spielte der Präsident auf eine Schlacht um Bagdad im Jahr 1258 an, in der die Stadt von den Mongolen erobert worden war.

Der Golfkrieg von 1991 hatte die Beendigung der irakischen Besetzung von Kuwait zum Ziel gehabt. Nach Angaben des arabischen TV-Senders al Dschasira eröffnete die kuwaitische Führung anlässlich des Jahrestags eine Ausstellung, in der an die seit der irakischen Invasion 1990 verschwundenen Kuwaiter erinnert wird.

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