Fotostrecke

Protest in Paris: "Tage des Zorns" münden in Gewalt

Foto: PIERRE ANDRIEU/ AFP

Gewalt nach Protestmarsch 150 Festnahmen bei rechter Demo in Paris

Rechte und rechtsextreme Gruppen haben in Paris gegen Präsident Hollande protestiert und sich anschließend Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Demonstranten warfen Flaschen, Steine und Eisenstangen auf die Beamten - die konterten mit Tränengas.

Paris - Die Veranstaltung war unter dem Titel "Tage des Zorns" angemeldet worden - und mündete in Gewalt: Nach schweren Ausschreitungen bei einer Demonstration von rechten Gruppierungen gegen Frankreichs Präsident François Hollande in Paris sind am Sonntag mindestens 150 Menschen festgenommen worden. Das teilte die Polizei in Paris mit. 19 Beamte seien demnach verletzt worden, einer von ihnen schwer.

Zu dem Zusammenstoß von Protestierenden und Sicherheitskräften kam es den Polizeiangaben zufolge, als sich der Demonstrationszug gerade auflöste. An den Auseinandersetzungen waren nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP mehrere hundert Demonstranten beteiligt. Sie warfen Flaschen, Steine, Eisenstangen und Mülltonnen auf die Polizisten, die ihrerseits Tränengas einsetzten.

Zu dem Protestmarsch gegen Hollande und seine Regierung hatte ein Sammelbecken aus rund 50 überwiegend rechten und rechtsextremen Verbänden und Gesellschaftsgruppierungen aufgerufen. Auch katholische Gegner der Homo-Ehe waren bei der Demonstration dabei. Die Initiatoren sprachen am Abend von 160.000 Demonstranten. Die Polizei zählte bei hingegen nur rund 17.000 Teilnehmer.

vks/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.