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Globale Proteste 2019: Gesichter des Widerstands

Foto: AFP

Proteste, Unruhen, Revolutionen Menschen, die die Welt bewegen

Chile, Hongkong, Libanon, Sudan: Die weltweiten Proteste in diesem Jahr hatten meistens keine Anführer. Und doch gab es Menschen, die zu Ikonen der Aufstände wurden. Wir stellen sie vor.

2019 war ein lautes Jahr. Überall auf der Welt gingen so viele Menschen wie lange nicht auf die Straßen. Sie waren zornig, frustriert und verzweifelt - und sie prangerten die politischen und sozialen Missstände in ihren Ländern an. Oft, wie in Hongkong, war ihr Proteste nicht nur laut, sondern leider auch von Gewalt geprägt.

Was die Menschen forderten und zum Teil immer noch fordern, ist durchaus unterschiedlich. Die Demonstrationen dienten dem Kampf um Autonomie oder mehr Klimaschutz, sie richteten sich gegen korrupte Machthaber oder höhere Benzinpreise. Was sie alle eint: Die Bewegungen hatten weder hierarchische Strukturen noch Anführer - und doch gab es in den meisten Fällen eine Person, die zur Identifikationsfigur wurde, zur Ikone des Aufstands gegen die Verhältnisse.

Da gab es zum Beispiel den Protest tausender Jugendlicher, die überall auf der Welt durch Innenstädte zogen, statt in der Schule still zu sitzen - motiviert von einem Mädchen aus Schweden, das die "Fridays for Future"-Demos losgetreten hatte: Greta Thunberg.

Da gab es auch die 22-jährige Studentin Alaa Salah aus dem Sudan, die in Khartum auf ein Autodach kletterte, in ein weißes Tuch gehüllt, und von dort oben die Sprechchöre anfeuerte: Rufe nach Revolution und nach Freiheit. Im April schließlich wurde der Langzeit-Diktator Omar al-Baschir gestürzt.

Da war eine alte Dame in Algerien, die sich den Anweisungen der Sicherheitskräfte widersetzte, ein Bild, das um die Welt ging. Später sagte Nissa Imad: "Ich bin eine alte Frau. Ich bin hier für die Jugend, für unsere Kinder."

Und da waren die Clowns-Fratzen der Comic- und Filmfigur Joker, die plötzlich auf den Straßen auftauchten, weiß getünchte Gesichter und rote verschmierte Münder. Menschen im Irak und im Libanon, in Chile, in Hongkong , überall identifizierten sie sich mit der psychisch gestörten Figur aus dem "Joker"-Film mit Joaquin Phoenix - der für viele zum Symbol für die Kluft zwischen Eliten und einfachem Volk wurde.

Sehen Sie in dieser Fotostrecke die Ikonen des Protestjahres 2019 - und was Menschen auf den Straßen weltweit fordern.

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Globale Proteste 2019: Gesichter des Widerstands

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