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10. November 2017, 01:26 Uhr

29. März 2019, 23 Uhr

Regierung will Brexit-Zeitpunkt in Gesetz festhalten

Die Details des britischen Austritts aus der EU sind noch völlig unklar. Datum und Uhrzeit für den Brexit sollen nach dem Willen der Regierung in London aber nun in einem Gesetz festgeschrieben werden.

Großbritannien wird die Europäische Union am 29. März 2019 um 23 Uhr GMT (00 Uhr MEZ) verlassen. Der exakte Austrittszeitpunkt werde in einem Zusatzartikel zum Austrittsgesetz verzeichnet, das derzeit vom Parlament in London beraten wird, erklärte der britische Brexit-Minister David Davis in der Nacht zum Freitag.

Zuvor hatten sich britische Abgeordnete besorgt gezeigt, weil das genaue Austrittsdatum bislang nicht in britischem Recht verankert ist. Der Austritt soll genau zwei Jahre nach dem Tag erfolgen, an dem Premierministerin Theresa May offiziell den Scheidungsprozess von der EU gestartet hatte. Die Briten hatten sich in einer Volksabstimmung im Juni vergangenen Jahres mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen.

Am Donnerstag hatte in Brüssel die sechste Runde der Brexit-Gespräche zwischen Vertretern Londons und der EU begonnen. Dieses Mal sind die Gespräche auf zwei statt vier Tage angesetzt. Einer der wesentlichen Streitpunkte sind die Finanzforderungen der EU, die sich auf 60 bis 100 Milliarden Euro belaufen.

Zudem geht es um die Rechte der in Großbritannien lebenden EU-Bürger sowie der Briten, die in anderen EU-Staaten leben. Geklärt werden muss auch der künftige Status des zu Großbritannien gehörenden Nordirland sowie der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland (mehr zur sechsten Brexit-Verhandlungsrunde lesen Sie hier).

aar/Reuters/AFP

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