Terror in Somalia 45 Tote bei Angriff der Schabab-Miliz auf Friedenstruppe

Die Kämpfer der islamistischen Schabab-Miliz haben eine Friedenstruppe in Somalia attackiert. Dutzende Menschen kamen ums Leben.


Bei einem Angriff der islamistischen Schabab-Miliz auf Soldaten der afrikanischen Friedenstruppe in Somalia sind am Freitag mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte ein ranghoher somalischer Militärangehöriger am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Es war zunächst unklar, wie viele der Opfer des Angriffs im südlichen Ort Lego Soldaten der Friedenstruppe, somalische Soldaten oder Angreifer der Miliz waren.

Die betroffenen ausländischen Soldaten stammten aus Burundi, wie die Friedenstruppe Amisom mitteilte. Amisom machte jedoch zunächst keine Angaben zur Zahl der Opfer. Der Gouverneur der Region Lower Shabelle, Abdulkadir Mohamed Nuur Siidii, sagte, die Terroristen hätten auch mehrere Personen entführt.

Der Angriff auf den Militärstützpunkt begann nach Angaben des somalischen Militärs mit einem Selbstmordanschlag. Danach eröffneten schwer bewaffnete Kämpfer der sunnitischen Fundamentalisten das Feuer, offenbar mit dem Ziel, den Stützpunkt einzunehmen.

Ein Sprecher der Schabab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag. Er sagte einem der Miliz nahestehenden Radiosender, der Angriff sei von 15 Selbstmordattentätern ausgeführt worden. Dabei seien 50 Soldaten getötet worden. Als Folge des brutalen Kampfes von al-Schabab um die Vorherrschaft in Somalia sind im Laufe der Jahre bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen.

otr/dpa



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