Nach Absturz Spanien stoppt Testflüge von Militärtransporter A400M

Nach dem Absturz eines Airbus-Militärtransporters bei Sevilla setzt Spanien die Testflüge mit dem A400M aus. Die Luftfahrtbehörde hat die Flugerlaubnis vorübergehend zurückgezogen.

Militärtransporter A400M: Vorübergehendes Flugverbot in Spanien
AFP

Militärtransporter A400M: Vorübergehendes Flugverbot in Spanien


Spanien hat ein vorübergehendes Flugverbot für die Airbus -Militärtransporter A400M verhängt, die sich derzeit in der Produktion befinden. Die Maschinen müssten am Boden bleiben, bis die Ursache für den Absturz eines A400M am Samstag bei Sevilla geklärt sei, sagte Verteidigungsminister Pedro Morenes dem Radiosender Onda Cero.

"Es ergibt keinen Sinn, dass wir Flugzeuge fliegen lassen, die derzeit in der Produktionsphase stecken und getestet werden, solange wir nicht wissen, was wirklich geschehen ist", sagte er.

Davon sind die Flugzeuge betroffen, die im Airbus-Werk bei Sevilla montiert und dort vor der Auslieferung an die Abnahmeländer getestet werden. Die spanische Luftwaffe hat noch keinen A400M erhalten.

Die firmeneigene Testflotte von Airbus sei dagegen von dem Verbot nicht betroffen, sagte ein Sprecher der Rüstungssparte Airbus Defence & Space der Nachrichtenagentur Reuters. Die drei A400M dürften weiter starten, auch der für den Nachmittag geplante Testflug von Toulouse nach Sevilla solle stattfinden.

Am Samstag waren beim Absturz einer Maschine dieses Typs vier Menschen getötet worden.

heb/dpa/Reuters

insgesamt 18 Beiträge
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anders_denker 12.05.2015
1. Spanien zahlt dann hoffentlich
wenn wegen verspäteter aber nicht produktionsbedingter Lieferung Konventionalstrafen fällig werden.
redbayer 12.05.2015
2. Schade, besser wäre
die Spanier hätten Airbus Überflüge ganz verboten. Das würde den kriegslüsternen EU-Ländern stinken, wenn sich ihr Truppentransporter noch länger verzögern würde. Wie soll man da nach Russland kommen, fragt sich wohl vdL?
r_dawkins 12.05.2015
3. @anders_denker
Zitat von anders_denkerwenn wegen verspäteter aber nicht produktionsbedingter Lieferung Konventionalstrafen fällig werden.
Äh, die verspätete Lieferung resultiert ja nicht aus dem jetztigen Flugverbot (was nebenbeibemerkt überall in so einer Situation angesagt wäre) sondern aus der schon länger andauernden Unfähigkeit von Airbus dieses Ding fertig zu entwickeln. (Erinnern Sie sich mal, wie lange die da schon dran rumbasteln.)
pospischilp 12.05.2015
4. Zurück zur bewährten Allzweck-Waffe von Fr. v.d.Leyen
Also, ich würde im Blick auf die aktuelle Problemlage vorschlagen, wir greifen zurück auf die altbewährte und kostengünstige Allzweck-Waffe von Frau v.d.Leyen: das sind die bemalten Besenstiele. Für die Jungs von der Luftwaffe lassen wir unten den Besen noch dran. Die Jungs und Mädels setzen sich drauf und machen laut "Brumm, brumm". Kostet wenig und die Unfall-Gefahr hält sich auch in Grenzen.
xfxjr-d229q 12.05.2015
5. Hier bewahrheitet es sich:
Geschäftsführer gehen über Leichen. Warum?
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