Inhaftierter PKK-Chef Erstmals seit zwei Jahren Familienbesuch für Öcalan

Seit 17 Jahren sitzt Abdullah Öcalan in Haft, nun durfte der PKK-Führer zum ersten Mal seit zwei Jahren Familienbesuch empfangen. Sein Bruder kam anlässlich des islamischen Opferfestes auf die Gefängnisinsel Imrali.

Öcalan, 1999, auf der Gefängnisinsel Imrali
DPA

Öcalan, 1999, auf der Gefängnisinsel Imrali


Angesichts zunehmender Proteste hat die türkische Regierung erstmals seit zwei Jahren einen Besuch von Familienmitgliedern beim inhaftierten Chef der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, ermöglicht.

Öcalans Bruder Mehmet sei anlässlich des islamischen Opferfestes zum Chef der PKK auf die Gefängnisinsel Imrali vorgelassen worden, teilten die Anwälte des Inhaftierten am Sonntag über Twitter mit. Nach türkischen Medienberichten hatte die Familie des PKK-Anführers seit dem 6. Oktober 2014 keine Besuchserlaubnis mehr erhalten.

Öcalan ist als Chef der als Terrororganisation eingestuften PKK seit 1999 auf Imrali inhaftiert. Seit ein Waffenstillstand zwischen der türkischen Armee und den kurdischen Rebellen im vergangenen Sommer brach, durften ihn auch seine Anwälte nicht mehr besuchen. Dutzende kurdische Aktivisten waren deshalb vor einigen Tagen in einen Hungerstreik getreten, um Informationen über den Gesundheitszustand von Öcalan zu bekommen.

Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei von Mitte Juli hatte die türkische Regierung ihr hartes Vorgehen gegen PKK-Rebellen im Südosten der Türkei und im Nordirak noch einmal verschärft und viele Menschen getötet. Die PKK antwortete mit einer Reihe von Anschlägen, bei denen Dutzende türkische Soldaten und Polizisten getötet wurden.

cht/AFP



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