Abdulmutallab Mutmaßlicher Detroit-Attentäter will sich selbst verteidigen

Mit seinen Anwälten ist er unzufrieden - deshalb will sich der mutmaßliche Detroit-Attentäter Abdulmutallab künftig selbst verteidigen und möglicherweise schuldig bekennen. Dem Nigerianer, der an Weihnachten versucht haben soll, eine Bombe auf einem Transatlantikflug zu zünden, droht lebenslange Haft.

Mutmaßlicher Terrorist Abdulmutallab: Beim Terrortraining im Jemen
AFP / ABC News

Mutmaßlicher Terrorist Abdulmutallab: Beim Terrortraining im Jemen


Detroit - Vor einem Dreivierteljahr soll er versucht haben, einen Airbus der Northwest-Airlines in die Luft zu sprengen - jetzt will der mutmaßliche Attentäter Umar Farouk Abdulmutallab seine Anwälte loswerden und erwägt offenbar, sich in mehreren Anklagepunkten schuldig zu bekennen.

Vor Gericht erklärte der Nigerianer jetzt, seine Anwälte dienten nicht seinen Interessen und bat die Richterin darum, sich selbst verteidigen zu dürfen. "Wenn ich mich in einigen Punkten schuldig bekenne, wie würde das funktionieren?", fragte der mutmaßliche Attentäter bei seinem 15-minütigen Auftritt vor Gericht. Er würde sich gerne selbst verteidigen, mit seinen Anwälten gebe es immer einen Interessenskonflikt. Er sei aber nicht vertraut mit den juristischen Anforderungen.

Die Richterin forderte ihn eindriglich dazu auf, seine Verteidiger nicht zu feuern. Sie bot Abdulmutallab aber an, neue Anwälte für ihn einzusetzen.

Die Anklage wirft Abdulmutallab vor, an Weihnachten 2009 während eines Fluges von Amsterdam nach Detroit versucht zu haben, eine in seiner Unterwäsche versteckte Bombe zu zünden. Demnach scheiterte der Anschlag, weil Passagiere Abdullah überwältigten und die Bombe nicht richtig zündete. Der Nigerianer wird des versuchten Mordes beschuldigt. Ihm droht lebenslange Haft.

Abdulmutallab erklärte gegenüber US-Ermittlern, er habe den Auftrag von Extremisten aus dem Jemen erhalten und sei auch dort zum Terrortraining gewesen.

Würde sich Abdulmutallab im Sinne der Anklage schuldig bekennen, würde er einen ähnlichen Weg einschlagen wie der mutmaßliche Times-Square-Attentäter Faisal Shahzad. Shahzad, der im Mai versuchte eine Bombe im Herzen New Yorks zu zünden, bekannte sich im Juni schuldig.

anr/Reuters

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mea_maxima_culpa, 14.09.2010
1. ...
Zitat von sysopMit seinen Anwälten ist er unzufrieden - deshalb will sich der mutmaßliche Detroit-Attentäter Abdulmutallab künftig selbst verteidigen und möglicherweise schuldig bekennen. Dem Nigerianer, der an Weihnachten versucht haben soll, eine Bombe auf einem Transatlantikflug zu zünden, droht lebenslange Haft. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,717322,00.html
Dann tippe ich schon jetzt auf folgendes Urteil: Lebenslänglich. :)
Diomedes 15.09.2010
2. Ein Schelm wer Arges denkt!
Ein solcher würde nun natürlich einen Zusammenhang zwischen der angeblichen Religion des Friedens und der Toleranz sehen, wie er in deren sogenannten Heiligen Büchern göttliches Gebot ist, doch dies zu denken ist anständigen Menschen natürlich fremd.
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