Abstimmung der Wahlleute Barack Obamas Sieg ist endgültig

Nun ist er auch formal gewählt: Barack Obama wurde von den Wahlleuten der 50 US-Staaten und der Hauptstadt Washington zum neuen Präsidenten bestimmt. Bei der Volkswahl am 4. November hatte sich der Demokrat klar gegen den Republikaner John McCain durchgesetz.


Hamburg/Washington - Barack Obama wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika: Die 538 Wahlmänner aus 50 US-Staaten und dem Hauptstadtbezirk Washington DC wählten am Montag den bisherigen Senator aus Illinois zum Nachfolger von George W. Bush. Obama erhielt bis zum Nachmittag (Ortszeit) mehr als die notwendige Mindestzahl von 270 Stimmen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AP ergab. Die Mitglieder des Wahlkollegiums trafen sich zur Abstimmung in ihren jeweiligen Staatshauptstädten.

Bei der Volkswahl am 4. November hatte sich der Demokrat Obama die Stimmen von 365 Elektoren gesichert. Sein republikanischer Kontrahent John McCain brachte es dagegen nur auf 173 Stimmen. Angesichts dieser Mehrheitsverhältnisse galt die Abstimmung als reine Formsache, wenngleich die Mitglieder des Kollegiums in ihrer Entscheidung nicht gebunden sind.

Offiziell wird das Ergebnis der Abstimmung des Wahlkollegiums am 6. Januar auf einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhauses bekanntgegeben. Obama wird dann am 20. Januar als erster schwarzer Präsident in der Geschichte der USA sein neues Amt antreten.

Entscheidend für das Votum des Kollegiums ist das Wahlergebnis der einzelnen Staaten. Dem siegreichen Kandidaten fallen alle Wahlmänner-Stimmen dieses Staates zu. Jeder Staat hat so viele Wahlleute, wie er Vertreter in den Kongress entsendet. Außerdem stellt der District of Columbia, der Bezirk der Bundeshauptstadt Washington, drei Kollegiumsmitglieder.

flo/AP



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