Zwischenfall mit türkischem Boot Russischer Zerstörer feuert Warnschüsse im Ägäischen Meer

Zwischenfall im Ägäischen Meer: Als sich ein türkisches Boot nähert, gibt ein russisches Marineschiff Warnschüsse ab. Nach Angaben von Moskau sei so eine Kollision verhindert worden.
Zerstörer "Smetlivy": " Keinen Funkkontakt zum türkischen Schiff herstellen können

Zerstörer "Smetlivy": " Keinen Funkkontakt zum türkischen Schiff herstellen können

Foto: MURAD SEZER/ REUTERS

Das russische Verteidigungsministerium spricht von einem Zusammenstoß, den die Crew des Zerstörers "Smetlivy" abgewendet habe. Sie feuerte im Ägäischen Meer Warnschüsse ab, als sich ein türkisches Boot genähert habe. Die Nachrichtenagenturen Reuters und AP berichteten von einem Fischerboot.

Nach Angaben des Ministeriums habe die "Smetlivy" keinen Funkkontakt zu dem türkischen Schiff herstellen können, auch auf Signale und Leuchtsignale sei nicht reagiert worden. Als das Boot etwa 600 Meter entfernt gewesen sei, habe die "Smetlivy" die Warnschüsse abgegeben. Das türkische Boot sei dann beigedreht.

Moskau erklärte, man habe den türkischen Militärattaché einbestellt.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara sind stark angespannt. Der Abschuss eines russischen Jets durch die Türkei an der türkisch-syrischen Grenze am 24. November hatte zu einem schweren Zerwürfnis zwischen Moskau und Ankara geführt. Der Kreml beschloss eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen das Land.

Video: Funksprüche vor Kampfjet-Abschuss

SPIEGEL ONLINE
heb/AP/Reuters
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