Nach Attacke auf Armeestützpunkt Mehrere Tote auf Sinai-Halbinsel

Bei einer Attacke auf einen ägyptischen Kontrollpunkt der Sinai-Halbinsel sind mindestens ein Dutzend Soldaten getötet worden. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu dem Angriff.


Ein ägyptischer Armeeposten ist Ziel einer Attacke des "Islamischen Staats" (IS) geworden. Bei dem Angriff in der Region Bir al-Abd im Norden der Sinai-Halbinsel sind nach Angaben des Militärs zwölf Soldaten ums Leben gekommen, auf der Seite der Angreifer gab es demnach 15 Tote. Sechs weitere Soldaten seien verletzt worden.

Die Extremisten beschossen den Stützpunkt mit Raketen und Mörsergranaten, teilten Vertreter der Polizei und Rettungskräfte mit. Der "Islamische Staat" bekannte sich zu der Attacke. Nach eigenen Angaben des IS sollen die Kämpfer "Munition und Waffen" erbeutet haben.

Seit dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im Jahr 2013 kämpft die Terrormiliz mit Gewalt gegen die Regierung. Vor einem Jahr verübte sie einen Angriff auf ein Hotel auf der ägyptischen Halbinsel. Dabei kam es zu einer Explosion, mehrere Menschen starben.

Außerdem bekannte sich die Dschihadistengruppe zu einem Sprengstoffanschlag auf ein Flugzeug mit russischen Urlaubern aus dem Badeort Scharm al-Scheich, bei dessen Absturz 224 Menschen getötet wurden.

pem/dpa/AFP



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