Ägypten Erneut Mord an Christ auf Sinai-Halbinsel

Die Gewalt gegen Christen auf der Sinai-Halbinsel nimmt kein Ende: In der Stadt Arisch ist ein koptischer Mann erschossen worden.
Koptische Christen, die aus der Stadt Arisch geflohen sind

Koptische Christen, die aus der Stadt Arisch geflohen sind

Foto: Amr Dalsh/ REUTERS

Ein weiterer Angehöriger der christlichen Minderheit in Ägypten ist auf der unruhigen Sinai-Halbinsel von Extremisten getötet worden. Das Opfer sei in der Provinzhauptstadt Arisch erschossen aufgefunden worden, sagten Sicherheitskreise.

Der Mann sei unter den Hunderten koptischen Christen gewesen, die den Norden des Sinai im Februar wegen einer Mordserie verlassen hatten. Die Behörden hatten dafür die in dem Gebiet operierende Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verantwortlich gemacht. Der Christ war Augenzeugen zufolge vor wenigen Tagen zurück nach Arisch gegangen, wahrscheinlich, um nach seinem Eigentum zu schauen.

Christen sind in Ägypten im Visier des IS. Vor Ostern töteten die Extremisten bei Anschlägen auf Kirchen mehr als 40 Menschen. Erst vor wenigen Tagen kündigte die Gruppe weitere Angriffe an. Die Regierung verhängte danach den Ausnahmezustand. Christen machen etwa 10 Prozent der rund 94 Millionen Ägypter aus.

anr/dpa/AP
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