Nach Mord an Generalstaatsanwalt 2015 Todesstrafe - neun Männer in Ägypten gehängt

Amnesty International hatte vergeblich gefordert, die Exekutionen auszusetzen: In Ägypten sind neun Menschen nach dem Mord an Generalstaatsanwalt Hischam Barakat hingerichtet worden.

Zerstörtes Auto nach der Attacke auf Generalstaatsanwalt Hischam Barakat im Juni 2015
AP

Zerstörtes Auto nach der Attacke auf Generalstaatsanwalt Hischam Barakat im Juni 2015


Wegen der Ermordung des ägyptischen Generalstaatsanwalts vor dreieinhalb Jahren sind in Ägypten neun Männer hingerichtet worden. Laut Justizangaben gehörten sie zu einer Gruppe von insgesamt 28 Verdächtigen, die 2017 wegen des Mordanschlags auf Hischam Barakat zum Tode verurteilt worden waren.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte vergeblich gefordert, die Exekutionen auszusetzen. Es sei nicht gerecht, Menschen auf der Grundlage von durch Folter erzwungenen Geständnissen hinzurichten, erklärte Amnesty. Der Organisation zufolge waren in diesem Monat bereits sechs weitere Männer nach unfairen Prozessen exekutiert worden.

Menschenrechtsorganisationen beklagen seit Langem die staatliche Repression unter Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi, der hart gegen Islamisten sowie Regierungskritiker vorgeht.

bam/AFP



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