Ägypten Polizei nimmt fünf deutsche Islamisten fest

Vier Frauen und ein Mann: Die ägyptischen Sicherheitsbehörden haben fünf Deutsche verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, für eine militante islamistische Sekte Propaganda gemacht zu haben.

Von , Kairo


Kairo - Die fünf Deutschen wurden im oberägyptischen Regierungsbezirk Qena verhaftet. Sie waren der Bevölkerung wegen "ungewöhnlichen Benehmens" aufgefallen und sollen radikalislamisches Gedankengut verbreitet haben.

Es handelt sich um vier Frauen und einen Mann unbestimmten Alters. Sie waren vor längerer Zeit in Ägypten eingereist und betrieben für die militante "Takfir wa Higra"-Sekte Propaganda. Den Delinquenten wird in Kairo vorgeworfen, konfessionellen Hass gepredigt und die öffentliche Ordnung gefährdet zu haben.

Mitglieder dieser gewalttätigen Glaubensgruppe haben sich dem Kampf gegen "die gottesfernen Regime" verschrieben und mit islamistischen Terrorzellen zusammengearbeitet. Im August 1977 ermordeten sie den prominenten Islamwissenschaftler Scheich Ad-Dahabi.

Die deutschstämmigen Konvertiten hatten versucht, in Ägypten unterzutauchen und ihre Reisepässe und sämtliche Schriftstücke verbrannt, um ihre Identität geheimzuhalten und ihre Auslieferung in die Bundesrepublik zu verhindern.

Die ägyptischen Behörden stellten die deutsche Staatsbürgerschaft der Islam-Hardliner dennoch fest und werden sie in Kürze nach Deutschland abschieben.

Das Auswärtige Amt verhängte eine Informationssperre.



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