Ägypten Sicherheitskräfte erschießen elf mutmaßliche Islamisten

In einem Feuergefecht auf der Sinai-Halbinsel sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Dem ägyptischen Innenministerium zufolge planten die Verdächtigen einen Anschlag.


Sie versteckten sich im Norden der Sinai-Halbinsel: Laut einer Meldung des ägyptischen Innenministeriums haben Sicherheitskräfte elf mutmaßliche Islamisten getötet. Zuvor sei es zu einem Feuergefecht gekommen.

Die Verdächtigen hätten "feindliche Operationen" geplant, teilte das Ministerium weiter mit. Bei ihnen seien Waffen, Sprengkörper und ein Gürtel mit Sprengstoff gefunden worden. Ob es auch unter den Polizisten Verletzte gab, war unklar.

Seit Jahren kämpfen ägyptische Sicherheitskräfte auf der Halbinsel gegen Islamisten. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat die Polizei dort bereits Hunderte Menschen umgebracht. Nach offizieller Darstellung resultierten die Todesfälle aus Feuergefechten. Die Familien der Getöteten sprechen hingegen von außergerichtlichen Tötungen. Das werfen auch Menschenrechtsorganisationen den Sicherheitskräften vor.

Präsident Abdel Fattah al-Sisi verwies darauf, die Vorwürfe im Zusammenhang mit den regionalen Unruhen zu sehen. Strenge Sicherheitsmaßnahmen seien notwendig, um Ägypten zu stabilisieren.

vks/Reuters/AFP



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