Ägypten Tote bei Angriff auf Armeestützpunkt

Islamistische Angreifer haben in Ägypten einen Militärposten mit Granaten beschossen - und dabei wohl mehrere Zivilisten getötet, darunter ein Kind.
Polizisten inspizieren den Tatort: Angriff ägyptischer Islamisten

Polizisten inspizieren den Tatort: Angriff ägyptischer Islamisten

Foto: STR/ AFP

Kairo - Bei einem Überfall militanter Islamisten auf einen Armeeposten auf der Halbinsel Sinai sind mindestens acht Menschen gestorben. Statt im Stützpunkt schlugen die meisten Granaten im nahe gelegenen Wohngebiet der Stadt Arish an der Grenze zu Israel ein, teilte das ägyptische Innenministerium mit.

Die Geschosse waren von Granatwerfern abgefeuert worden, hieß es. Sie explodierten unter anderem in einem Wohnhaus sowie einem Supermarkt.

Bei der Attacke starben sieben Zivilisten und ein Soldat. Unter den Todesopfern war ein zehnjähriges Mädchen. Mindestens 25 Menschen wurden verletzt.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im vergangenen Sommer hat die Gewalt in Ägypten deutlich zugenommen. Der dünn besiedelte Sinai mit seinen Touristengebieten am Roten Meer ist eine Hochburg islamistischer Aufständischer, die dort im Kampf gegen die Regierung seit Monaten regelmäßig Angriffe auf Polizei und Armee verüben.

kes/dpa
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