Äthiopien Angriff auf Ölfeld - 74 Tote

Beim Angriff auf Ölarbeiter einer chinesischen Firma sind im Osten Äthiopiens mindestens 74 Menschen getötet worden. Kurzfristig gelang es den Angreifern die Kontrolle über das Ölfeld zu übernehmen.


Addis Abeba/Peking - Unter den Opfern seien 9 chinesische und 65 einheimische Beschäftigte, sagte Geschäftsführer Xu Shuang. Die chinesische Botschaft in Addis Abeba hatte zuvor von mehreren Verletzten berichtet. Das Ölfeld liegt im Osten Äthiopiens an der Grenze zu Somalia. China ist seit mehreren Jahren verstärkt in Afrika präsent und bemüht sich unter anderem um Ölimporte.

Die Angreifer hätten nach einem Schusswechsel mit den mehr als 100 äthiopischen Bewachern der Anlage kurzzeitig die Kontrolle über das Ölfeld übernommen, das von der chinesischen Firma betrieben wird.

Weitere sieben Chinesen seien entführt worden, als etwa 200 bewaffnete Männer einen Bürokomplex in der westlich gelegenen Stadt Abole überfallen hätten, sagte der Mitarbeiter weiter.

Der Sprecher von Ministerpräsident Meles Zenawi schrieb die Tat einem "terroristischen Verbund" zu, der die Nationale Befreiungsfront von Ogaden (ONLF) einschließe. Diese hatte ausländische Firmen im vergangenen April davor gewarnt, Öl und Gas in der Region zu fördern.

asc/Reuters/AP



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.