Afghanistan Anschlag auf Bundeswehr - zwei Verletzte

Die Sicherheitslage für die Bundeswehr in Afghanistan verschärft sich: Mindestens zwei deutsche Soldaten wurden auf einer Patrouille bei einem Anschlag verletzt - einer lebensgefährlich.


Kabul – Der Gouverneur der Provinz Kunduz, Engineer Mohammad Omar, machte die Taliban und das Terrornetz al-Qaida für den Anschlag verantwortlich. Er sagte, ein gepanzertes Fahrzeug der Bundeswehr sei im Distrikt Chardara mit einem ferngezündeten Sprengsatz angegriffen worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa geriet eine Patrouille sechs Kilometer südlich von Kunduz in eine Sprengfalle. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Vor drei Wochen waren bereits weiter südlich drei deutsche Soldaten bei einem Anschlag verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich. Zu dieser Tat hatten sich die Taliban bekannt.

Der Bundestag entscheidet Anfang Oktober über eine Verlängerung des Bundeswehr-Mandats in Afghanistan. Die Sicherheitslage am Hindukusch hat sich in diesem Jahr erneut verschärft. Besonders Angriffe mit Sprengfallen haben weiter zugenommen.

Im vergangenen Mai kamen in Afghanistan erstmals mehr ausländische Soldaten ums Leben als im Irak. Insgesamt wurden nach Angaben von Hilfsorganisationen bei Kämpfen und Anschlägen in Afghanistan in diesem Jahr mehr als 3000 Menschen getötet, darunter etwa 1000 Zivilisten.

asc/dpa



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