Afghanistan Briten bestätigen Tod des vermissten Isaf-Soldaten

Die radikal-islamischen Taliban sprechen von einer Entführung - die Nato bestätigte diese Version zunächst nicht. Klar ist nur: Der in Südafghanistan vermisste britische Isaf-Soldat ist tot. Er wurde offenbar erschossen.

Britische Soldaten in Afghanistan: Verschwundener Kamerad tot aufgefunden
REUTERS

Britische Soldaten in Afghanistan: Verschwundener Kamerad tot aufgefunden


London/Kabul - Ein in Südafghanistan vermisster britischer Soldat ist nach Angaben der britischen Regierung tot aufgefunden worden. Die Leiche weise mehrere Schusswunden auf, teilte das Verteidigungsministerium mit. Soldaten der Schutztruppe Isaf hätten den Toten bei einer Suchaktion in der Unruheprovinz Helmand entdeckt, die genaue Todesursache und -umstände müssten noch geklärt werden.

Die Isaf hatte eine großangelegte Suche gestartet, als seit dem Morgen (Ortszeit) jede Spur von dem Soldaten fehlte. Über die Hintergründe seines Verschwindens kursieren verschiedene Versionen. Die radikal-islamischen Taliban hatten in ihrer bereits zuvor den Tod des Briten verkündet. Er sei während eines Angriffs auf einen Militärkonvoi verschleppt und kurz darauf im Kreuzfeuer ums Leben gekommen. Die Nato hatte dies zunächst nicht bestätigt und erklärt, nach dem Vermissten werde weiter gesucht. Von einem Gefecht in der Gegend sei nichts bekannt.

Der Tod des Soldaten überschattete einen Überraschungsbesuch des britischen Ministerpräsidenten David Cameron in Afghanistan - er will vor Ort einen geplanten Teilabzug der britischen Streitkräfte diskutieren. Er sei über den Tod des Soldaten "tief betrübt", sagte Cameron nach Angaben der britischen BBC.

can/dpa/dapd



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qualidax 05.07.2011
1. Berufsrisiko eben
Wer in fremde Länder zieht und dort Leute umbringt, muss gegebenenfalls damit rechnen, das die da etwas dagegen unternehmen. Wäre er zuhause geblieben, wäre er bestimmt noch gesund. So einfach ist das.
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