Afghanistan Dutzende Tote bei Nato-Angriff auf Talibanstellung

Erneut schwerer Schlag gegen die Taliban in Afghanistan. Bei schweren Luftangriffen der Nato sollen 60 mutmaßliche Gotteskrieger getötet worden sein.


Kandahar - Esmatullah Alisai, Polizeichef der südafghanischen Provinz Kandahar, berichtet, die Angriffe in der vergangenen Nacht hätten drei Dörfern gegolten. Auslöser der Offensive seien Informationen der afghanischen Armee und der Nato-geführten Internationalen Schutztruppe Isaf gewesen, dass sich im Distrikt Zherai Aufständische versammelt hätten.

Unter den Toten seien drei regionale Kommandeure der Rebellen. Dutzende Taliban seien verwundet worden. Soldaten oder Zivilisten seien bei der Operation nicht zu Schaden gekommen. Am Morgen seien Bodentruppen in die Dörfer eingerückt.

Nach dem Tod ihres Militärchefs Mullah Dadullah haben die Taliban den jüngeren Bruder des Getöteten zum neuen Anführer gemacht. Dies teilte ein Sprecher der radikalen Muslim-Gruppe mit. Sein Tod am Wochenende galt als schwerster Schlag gegen die Taliban seit ihrem Sturz Ende 2001.

Der für seine Brutalität berüchtigte Dadullah gehörte auch dem zehnköpfigen Taliban-Rat an und war ein enger Vertrauter des untergetauchten Taliban-Chefs Mullah Mohammed Omar. Auch die Bundeswehr ist in Afghanistan im Einsatz, beteiligt sich jedoch nicht an den eigentlichen Kampfhandlungen.

asc/AFP/Reuters



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