Afghanistan-Einsatz Obama gehen die Verbündeten von der Fahne

Royal Marines in der Provinz Helmand: Unterstützung für Einsatz dramatisch eingebrochen
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Royal Marines in der Provinz Helmand: Unterstützung für Einsatz dramatisch eingebrochen

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8. Teil: Tiflis - Strategische Anbiederung an die Nato


173 Mann hat der georgische Verteidigungsminister Batscho Alachaia im Morgengrauen auf dem Flugfeld der Militärbasis Wasiani antreten lassen. Ihre Kampfanzüge und Schirmmützen in Tarnfleck ähneln jenen von US-Einheiten. Kein Wunder: In den vergangenen Monaten sind die Georgier von US-Militärausbildern intensiv trainiert worden, Präsident Michail Saakaschwili sucht die Streitkräfte nach amerikanischem Vorbild zu reformieren.

Verteidigungsminister Alachaia hat es sich nicht nehmen lassen, die Kompanie der zweiten georgischen Infanterie-Brigade persönlich zu verabschieden. Mit Handschlag, schließlich geht es in einen Kampfeinsatz an den Hindukusch. Die Männer sollen französischem Kommando unterstellt werden und in Kabul Dienst tun. Bis zum kommenden Frühjahr will Verteidigungsminister Batscho Achalaia das Kontingent auf 800 Mann aufstocken. Teile der Kampftruppen sollen dann auch gemeinsam mit US-Einheiten an der Grenze zu Pakistan Taliban jagen. Alachaia gibt sich siegesgewiss: "Unsere Soldaten sind gut trainiert und instruiert, das gibt uns Zuversicht für einen erfolgreichen Abschluss der Mission."

Seit dem Jahr 2004 beteiligt sich das kleine Georgien regelmäßig an Militäroperationen der Nato, obwohl das Land selbst kein Mitglied der Allianz ist - es aber gleichwohl gern wäre. Wenn nun das westliche Militärbündnis seine Truppen in Afghanistan aufstocken will, kann es sich auf einen gewichtigen georgischen Beitrag verlassen. Zu gern sieht die Führung in Tiflis eigene Verbände Seit an Seit mit Nato-Truppen kämpfen - und sucht gleichzeitig so um die Gunst der USA und Europas zu buhlen. So dienten vor Jahren bereits georgische Abteilungen in Kabul und im Kosovo. In den Irak entsandte Georgien gar bis zu 2000 Mann - ein enormes Kontingent für einen Staat, dessen Landstreitkräfte gerade einmal 20.000 Soldaten unter Waffen haben.

Das Militärengagement wird in Russland mit großer Skepsis verfolgt. Moskau fürchtet, dass georgische Einheiten nicht nur im Antiterror-Kampf in Afghanistan von der Ausbildung durch US-Marines profitieren könnten, sondern auch im Falle einer möglichen erneuten Konfrontation mit Russland sowie Südossetien oder Abchasien. Solche Befürchtungen wurden zuletzt durch Äußerungen des US-Diplomaten Alexander Vershbow verstärkt, der im Oktober Georgien besuchte. Derzeit, so Vershbow, liege der amerikanische Fokus auf Training und Ausbildung der Georgier für den Einsatz in Afghanistan. In den kommenden Jahren aber werde "dies die Basis für eine Modernisierung von Georgiens Verteidigungsfähigkeiten legen".

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SaT 08.11.2009
1. abziehen oder ewig weiterkämpfen
Wieso siegen? Da keine Kriegsziele existieren kann man im Grunde weder gewinnen oder verlieren sondern nur abziehen oder ewig weiterkämpfen. Vorschlag: wir erklären uns zum moralischen Sieger und ziehen mehr oder weniger geordnet ab. Dem korrupten Karzeiclan, Warlords und die Drogenbarone unserer Wahl geben wir halt soviel Waffen, dass die das Thema Taliban alleine in den Griff bekommen. Wir überlassen Afghanistan den Afghanen und kümmern uns endlich um unsere eigenen Probleme – davon gibt es genug.
Ökopit 08.11.2009
2. Westlich und Islam ...
Zitat von sysopZweifelhafte Präsidentschaftswahlen, ständig neue Angriffe der Taliban, umstrittene Bombardements - mit welcher Strategie können die westlichen Alliierten in Afghanistan siegen?
... schließt sich naturgegeben aus! Die beste Strategie in Afghanistan wäre ein kompletter (und sofortiger) Rückzug des Westens - nicht nur der Truppen, auch aller zivilen "Möchtegern-Helfer" und natürlich der Krämerseelen! Nur, das geht leider "geostrategisch" nicht, denn wer "die Passhöhen des Hindukusch" beherrscht, kann, wenn er will, ganz Asien beherrschen! Die Engländer haben das im 19. Jahrhundert nicht geschafft, die Sowjetunion ab 1980 auch nicht! Die Ami's und ihre Vasallen (leider gehört Deutschland dazu) versuchen das seit 2001! Ich gönn ihnen den Erfolg nicht!
ewspapst 08.11.2009
3. Nur Siegen?
Zitat von sysopZweifelhafte Präsidentschaftswahlen, ständig neue Angriffe der Taliban, umstrittene Bombardements - mit welcher Strategie können die westlichen Alliierten in Afghanistan siegen?
Hier das Ausgangsthema. Ist der Krieg in Afghanistan noch zu gewinnen? Natürlich ist der Krieg zu gewinnen. Haben Sie sich als Forist hier nicht die vielen Militärexperten, Generalsdoppel, Humanisten und göttergleiche Juristen, ja selbst Philosophen, die alle ein ungemein umfassendes und unbedingt richtiges Wissen mitbringen, angeschaut. Ihr Spezialwissen übertrumpft alle, denn das haben sie uns oft genug gesagt. Und warum sollen wir ihnen nicht glauben? Ihre Erkenntnisse erfüllen uns täglich mit staunen, ob der vielen Darbietungen. Sie alle wissen viel besser als die afghanische Bevölkerung, unter welchen Bedingungen dort gelebt werden soll und muss und bringen uns Unwissende alles haarklein nahe. Es ist doch ganz klar, dass die westliche Intelligenz viel klarer definieren kann, was gut und böse ist und was einem Paschtunen natürlich nicht möglich ist. Wie Wahlen zu werten sind, können doch nur die politisch vorgebildeten Nato - Angehörigen. Die westliche Welt hat über lange Zeit nur nach Recht und Gesetz gehandelt, nur um der Menschlichkeit willen und ist deshalb in der Lage, dieses Wissen und Handeln an die dritte Welt weiterzugeben, die dann ebenso handeln soll, ganz besonders die Afghanen. Haben Sie diesen Worten geglaubt? Natürlich, denn sie werden uns doch täglich ohne Unterbrechung frei Haus geliefert. Dann werden "Sie " diesen Krieg auch gewinnen, "wir " Ungläubigen dagegen nicht. Übrigens, warum haben die Russen, die Inder, die Pakistani, die Engländer, wieder die Russen und dann auch die Amerikaner die Kämpfe nicht gewonnen? Die genannten EXPERTEN werden es Ihnen mit vielen Worten und rechtsphilosophischen Erläuterungen sagen.
mark anton, 08.11.2009
4. Ist die Haltung der D Feigheit vor dem Feinde?
oder wie wuerde man es bezeichnen koennen? Auch wenn der Ausgang in Afghanistan wegen der vielseitig unguenstigen und unueberbrueckbaren Problemen negativ ist, haette man als Verbuendeter seine Verpflichtungen nachkommen muessen. Was, wenn D einmal Verbuendete braucht - die Nato koennte dann auch sagen, wir erinnern uns an Kunduz und verhalten uns ebenso.
Stahlengel77, 08.11.2009
5.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,660064,00.html Na prima. Das US-Militär operiert in dem von der Bundeswehr kontrollierten Bereich zusammen mit afghanischer Miliz. Wir können an fünf Fingern abzählen, was das für unsere Soldaten bedeutet: Weitere Destabilisierung, die Taliban werden mehr Zulauf bekommen und wie das bei den Paschtunen so ist, wird die Blutrache ausgerufen und dann wird nicht mehr unterschieden, welches Nationalitätenzeichen auf einer Uniform prangt. Es steht außer Zweifel, das wir mit vermehrten Anschlägen und Angriffen auf unsere Soldaten rechnen müssen nach der Offensive. Und wenn die von der Bundeswehr besetzte Region durch die US-Militärs so richtig aufgemischt wurde, wird eine Aufstockung des Mandats notwendig sein. Ob es dafür eine Mehrheit im Bundestag gibt, wenn auch endlich offiziell von einem Krieg gesprochen wird, ist fraglich. Am Ende werden unsere Soldaten in Afghanistan alleine gelassen, wenn sie das nicht schon sind. Wenn ich von Soldaten, die aus dem Einsatz kommen, hören muss, das sie sich ihre Ausrüstung immer noch selbst kaufen müssen, das sie unter schwierigsten Bedingungen mit unzureichendem Material ihren Aufgaben nachkommen müssen, das die Bevölkerung ihnen weitgehend feindlich gesonnen ist und sie quasi mitanschauen müssen, wie Warlords unbehelligt ihren Opiumanbau vorantreiben und damit enorme Gewinne erzielen (und dagegen nicht vorgegangen wird), da fragt man sich wirklich: Was haben wir dort überhaupt verloren? Die geplante Pipeline der Amerikaner schützen? Abortmücke am Hintern Chinas spielen? (Es ist längst bekannt, das die Taliban einen guten Teil ihrer Waffen aus China gesponsert bekommen) Noch heute bin ich der Meinung, das Struck, Fischer und Schröder juristisch zur Rechenschaft gezogen gehören, da sie deutsche Soldaten in einen Angriffskrieg der USA geschickt haben. In tausenden von Jahren hat niemand es geschafft, diese Region dauerhaft zu besetzen. Nur Wahnsinnige glauben, man könnte dort einen Krieg gewinnen.
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