Afghanistan Isaf-Soldaten töten Dutzende Extremisten

Bei einem Einsatz im Osten Afghanistans haben Soldaten der internationalen Schutztruppe Isaf möglicherweise mehr als 40 Extremisten getötet - die gemeinsame Aktion mit dem afghanischen Militär dauerte laut Isaf-Angaben vier Tage.


Kabul - Die Isaf-Schutztruppe ist zusammen mit afghanischen Soldaten in einer großangelegten Aktion gegen Kämpfer der radikal-islamischen Taliban vorgegangen. Bei dem Einsatz im Osten Afghanistans wurden möglicherweise mehr als 40 Extremisten getötet. Die Aktion sei nach vier Tagen abgeschlossen worden, teilte die Isaf am Donnerstag mit.

Den Angaben zufolge wurden am Sonntag fünf Isaf-Soldaten bei mehrstündigen Gefechten mit Taliban getötet.

Vor dem Nato-Gipfel in Lissabon hat die unabhängige Afghanische Menschenrechtskommission das Bündnis vor einem verfrühten Rückzug vom Hindukusch gewarnt. "Wenn die internationalen Truppen zu schnell abziehen, wäre das ein echter Fehler", sagte die Leiterin der Kommission, Sima Samar. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Taliban wieder die Kontrolle über das Land übernehmen könnten. Zugleich forderte Samar die Militärallianz auf, den Schutz der Menschenrechte in den Mittelpunkt der künftigen Strategie in Afghanistan zu stellen. "Das Ziel muss der Respekt der Würde des Menschen sein", sagte sie. Samar forderte eine "multidimensionale Strategie" im Kampf gegen die Gewalt in Afghanistan. "Wir dürfen uns nicht nur auf militärische Fragen konzentrieren", sagte die bekannte afghanische Menschenrechtlerin. Daneben seien vor allem wirtschaftliche Entwicklung, gute Regierungsführung und Reformen im Justizsystem notwendig.

Die USA wollen beim Nato-Gipfel am Freitag und Samstag Berichten zufolge einen Plan für den schrittweisen Abzug ihrer Kampftruppen aus Afghanistan bis 2014 vorstellen.

Der Krieg in Afghanistan ist das wichtigste Thema auf dem Nato-Gipfel, der am Freitag beginnt. Die afghanische Regierung plant, ab 2014 die Verantwortung für die Sicherheit vollständig zu übernehmen. Die Nato erwartet aber nach eigenen Angaben, auch darüber hinaus am Hindukusch aktiv zu sein, etwa bei der Ausbildung von Soldaten.

hen/Reuters/AFP

insgesamt 14 Beiträge
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archelys, 18.11.2010
1. Bekenntnis
Zitat von sysopBei einem Einsatz im Osten Afghanistans haben Soldaten der internationalen Schutztruppe Isaf möglicherweise mehr als 40 Extremisten getötet - die gemeinsame Aktion mit dem afghanischen Militär dauerte laut Isaf-Angaben vier Tage. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,729925,00.html
Nicht mit mir, nicht in meinem Namen.
sozi 18.11.2010
2. Empfehlung
Zitat von archelysNicht mit mir, nicht in meinem Namen.
Dann trauern Sie mal schön über die 40 toten Schwachköpfe. Wenns denn war ist.
tinosaurus 18.11.2010
3. Afghanistan: Isaf- Soldaten töten Extremisten
Zitat von archelysNicht mit mir, nicht in meinem Namen.
tinosaurus Wen hier bald die Bomben knallen, dann hofentlich auch nicht mit Ihnen und auch nicht in Ihrem Namen.
Thor73, 18.11.2010
4. Pipifax
...dieser sogenannte Krieg, wnen man sich überlegt, dass in der Somme Schlacht 60.000 Mann an einem Tag gefallen sind, ersheinen diese Meldungen irgendwie völlig überdreht. Auch könnte man davon sprechen wie "human" die Kriegsführung mittlerweile seitens des Westen betrieben wird. 40 Tote Feinde, 5 Tote auf eigener Seite?! Zahlen und Massen spielen aus ethischer Sicht sicher keine Rolle. Aber bemerkenswert erscheinen mir diese Verlustzahlen, die ja als besondere Erfolge oder besonders intensivekriegerische Auseinandersetzungen berichtet werden, durchaus. P.S. an den "Nicht mit mir/ Nicht in meinem Namen Kommentator": Ich bewundere Ihren mutigen pazifistisch-passiven Widerstand. Chapeau!
Resident.Rhodan, 18.11.2010
5. ...
Zitat von tinosaurustinosaurus Wen hier bald die Bomben knallen, dann hofentlich auch nicht mit Ihnen und auch nicht in Ihrem Namen.
Wieso sollte es denn so sein? Die Taliban sind bisher nicht damit aufgefallen, im Ausland zu kämpfen. Deren Interesse gilt Afghanistan, denen ist Deutschland im Allgemeinen doch schnuppe. Und sie mögen Osama und seinen 40 Terroristen zwar durchaus Unterschlupf gewährt haben, dass sie selber im Okzident bomben gehen, bezweifle ich persönlich. Ich finde aber, man sollte doch endlich mal Ordnung im Bezeichnungswirrwarr schaffen. Wieso sind die mutmaßlichen Mitglieder von Al-Kaida in Guantanamo "Kämpfer" und nicht Terroristen sind, wenn die Taliban, die schon zu Sowjet-Zeiten mit Unterstützung der USA gegen die Besatzung gekämpft hatten - nannten sich halt Mudschahedin-, nunmehr Extremisten sind.
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