Afghanistan Talib tötet 14 Nepalesen in Kabul

Bei drei Anschlägen in Kabul und im Nordosten Afghanistans sind mehr als 20 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt attackierte ein Selbstmordattentäter einen Bus mit Sicherheitsleuten.

Anschlagsort in Kabul
DPA

Anschlagsort in Kabul


Bei mehreren Bombenattentaten in Afghanistan sind am Montagvormittag mehr als 20 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden.

Auf einem belebten Markt im Nordosten des Landes starben mindestens zehn Menschen, mehr als ein Dutzend weitere wurden verletzt. Der Sprengsatz war in einem Motorrad verborgen und detonierte inmitten vieler Menschen, die den großen Markt in der Provinz Badachschan besuchten. Der Sprecher des Provinzgouverneurs sagte, mit weiteren Opfern müsse gerechnet werden. Die Taliban dementierten per E-Mail und auf Twitter, mit den Anschlag auf dem Markt zu tun zu haben.

Zuvor waren bereits in der Hauptstadt Kabul bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kleinbus mit nepalesischem Sicherheitspersonal mindestens 14 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben näherte sich der Attentäter am frühen Montagmorgen dem Bus zu Fuß, dann zündete er seinen Sprengsatz. Zu dem Anschlag bekannten sich die islamistischen Taliban-Rebellen. Der afghanische Regierungschef Abdullah Abdullah verurteilt den Angriff in einer Twitter-Nachricht.

Bei einem weiteren Anschlag in der Hauptstadt, der eigentlich dem Kabuler Provinzgouverneur galt, starb ein afghanischer Zivilist. Die Bombe explodierte, als der Konvoi von Gouverneur Mawlavi Attaullah Faizani vorüberfuhr. Der Politiker blieb unverletzt. Auch zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

cht/dpa/Reuters



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