Afghanistan Mindestens drei Tote bei Anschlag auf EU-Polizeimission

Ein Taliban-Selbstmordattentäter hat in Kabul mindestens drei Menschen mit in den Tod gerissen, alle Opfer waren Zivilisten. Ziel das Anschlags waren anscheinend Mitglieder der EU-Polizeimission.

Zerstörte Autos in Kabul: Anschlag am Sonntagmorgen
AFP

Zerstörte Autos in Kabul: Anschlag am Sonntagmorgen


Bei einem Selbstmordanschlag sind nahe dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul mindestens drei Menschen getötet worden. Zwei der Toten waren afghanische Frauen. Weitere 18 Menschen, darunter drei Kinder, seien bei dem Attentat am Sonntagmorgen verletzt worden, teilte die Polizei mit. Sämtliche Opfer seien Zivilisten. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Das Attentat galt anscheinend mehreren Ausländern, die in Autos der EU-Polizeimission in Afghanistan, Eupol, unterwegs waren. Das afghanische Innenministerium teilte mit, es seien drei Zivilfahrzeuge getroffen worden.

Eupol-Sprecherin Sari Haukka-Konu sagte, einer der Mitfahrenden sei bei dem Anschlag ums Leben gekommen. Es handle sich dabei nicht um ein Eupol-Mitglied.

Aus der Wasir-Akbar-Chan-Klinik in Kabul hieß es, die Leichen zweier Mädchen und 19 Verletzte seien eingeliefert worden.

Erst in der Nacht zum Donnerstag waren bei einer Geiselnahme in einem Gästehaus in Kabul 14 Menschen, darunter sieben Ausländer, getötet worden.

Die afghanischen Sicherheitskräfte haben seit dem Abzug der Nato-geführten Kampftruppen zum Jahreswechsel die alleinige Sicherheitsverantwortung im Land. Die Nato unterstützt sie aber weiter mit etwa 12.000 Soldaten, die vor allem ausbilden und beraten. Am Mittwoch kündigte die Nato an, auch nach dem im kommenden Jahr auslaufenden Einsatz weiter in Afghanistan zu bleiben.

wbr/AFP/rtr/AP



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