Afghanistan Ranghoher Qaida-Terrorist getötet

In Afghanistan wurden mehrere Terroristen von al-Qaida getötet. Bei der gemeinsamen Operation des afghanischen Geheimdiensts und der USA sollen aber auch bis zu 40 Zivilisten getötet worden sein.

US-Soldaten waren in Afghanistan an einer Operation mit dem inländischen Geheimdienst beteiligt (Archivbild)
Thomas Watkins/AFP

US-Soldaten waren in Afghanistan an einer Operation mit dem inländischen Geheimdienst beteiligt (Archivbild)


Einer der führenden Köpfe des Terrornetzwerks al-Qaida ist in Afghanistan bei einem Militärschlag getötet worden. Asim Omar ist Ende September zusammen mit sechs weiteren Mitgliedern der Terrororganisation im Distrikt Musa Kala in der Provinz Helmand getötet worden, das teilte der afghanische Geheimdienst mit. Den Angriff hätten afghanische und US-amerikanische Truppen gemeinsam ausgeführt.

Ein Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan bestätigte lediglich, dass Truppen beider Länder gemeinsam gegen Qaida-Kämpfer in der Provinz vorgegangen sind. Unter den Toten sei auch Omars Nachrichtenkurier an den Chef der dschihadistischen Organisation, Aiman al-Sawahiri.

Unterschiedliche Aussagen gab es zu zivilen Opfern des Angriffs. Örtliche Behörden sprachen von bis zu 40 Toten. Dabei soll es sich um Gäste einer Hochzeit handeln, die in der Nähe gefeiert wurde. Über die Art des Militärschlags machten weder der afghanische Geheimdienst noch die USA genaue Angaben.

hba/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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Filsbachlerche 08.10.2019
1. Das ist die Realität …
… im undurchdringlichen Dschungel der afghanischen USA - und Warlord-Machtkämpfe: Mordanschläge im Namen der Freiheit und der Demokratie. Seit gut eineinhalb Jahrzehnten befinden sich in diesem Machtdschungel auch deutsche Soldaten, die angeblich am Hindukusch die deutsche Freiheit verteidigen müssen. Das war schon damals gelogen, es ist immer noch eine Lüge. Die deutschen Soldaten müssen nach diesem verbrecherischen Vorfall sofort nach Deutschland zurückgezogen werden. Als Alibi für mörderische Kollateralschäden des US-Geheimdienstes ist mir deren möglicher Tod infolge einer Racheaktion ein viel zu hoher Preis. Sollte es noch ein bißchen Weisheit in der deutschen Regierung geben, sollte man dieses geringe Quentchen der unermeßlichen Weisheit des POTUS entgegensetzen und unsere Soldaten sofort und ohne Twitterdiskussion nach Deutschland zurückholen. Deutschland wird nur in der EU verteidigt. Ob dies allerdings angesichts des Zustands der technischen Einsatzbereitschaft der Wehrkräfte zu Lande, zu Wasser oder in der Luft überhaupt möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Sollten vielleicht überhaupt keine zuverlässigen Flugzeuge mehr zum Rücktransport unserer Himmelfahrtssoldaten zur Verfügung stehen und wir deshalb Rußland um geneigte Hilfe bitten müssen? Immerhin hat Rußland vor Jahrzehnten einen erfolgreichen Rückzug aus Afghanistan nach siebenjährigem Krieg gemeistert.
sunshine422 09.10.2019
2. 40 Zivilisten getötet
Ich weiss, Kollateralschäden gehören zu Kriegen. Aber hätte Assad oder die Russen 40 Zivilisten getötet, dann wäre jetzt ein riesen Geschrei. Wieso ist es egal, wenn Zivilisten von den USA oder den Koalitionstruppen getötet werden, rsp nur eine Randnotiz wert? Fm
kai-ser210 09.10.2019
3. Super
Na das haben sie ja wieder toll hingekriegt. Einen Anführer und eine Handvoll Schergen getötet, aber nebenbei noch ein paar Frauen, Kinder und fröhlich feiernde Zivilisten umgebracht. Super Sache. Seltsamer Weise dadurch direkt wieder neue Terror-Sympathisanten gegen "den Westen" erzeugt. Keine Ahnung wo die immer alle herkommen. Wenn man ähnliche Aktionen der Vergangenheit analysiert, merkt man, dass es Usus ist, dass nebenbei noch zig Zivilisten hopps gehen. Und dann wundern die sich, warum die USA so unbeliebt sind und ständig neue Terroristen herangezüchtet werden.
smokiebrandy 09.10.2019
4. Und wenn das ansatzweise stimmt...
...werden den 40 getöteten Zivilisten 80 afghanische Söhne in den Dschihad folgen. Soll diese Meldung etwa eine Erfolgsmeldung darstellen? Dieser Krieg ist kein Krieg gegen Terroristen ... sondern ein Krieg der Terroristen gegen ein Volk, welches seit hundert Jahren nur Krieg kannte. Und Deutschland verteidigt seine Demokratie am Hindukusch...wir haben das Blut dieses Krieges genauso an unseren Waffen kleben und sind mit schuld daran, dass es keinen Frieden geben wird. Will jemand ernsthaft behaupten, dass die tausenden Toten irgendetwas bewegt hätten?
frankfurtbeat 09.10.2019
5. eigenartig ...
eigenartig kein Aufschrei, keine Empörung, keine Verurteilung ... achso bei den USA werden getötete Zivilisten als Kollateralschaden bezeichnet und die Freunde des Kriegstreibers schauen zu, akzeptieren, nicken ab. Wenn ich an die permanenten Schlagzeilen, die Wellen der Empörung denke wenn im Syrien-Krieg angeblich (teilweie anscheinend nicht nachgewiesen) Zivilisten getötet wurden dann frage ich mich ob es nicht peinlich ist Politiker zu sein.
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