Afghanistan Schwere Kämpfe fordern Dutzende Tote

Bei heftigen Gefechten zwischen Streitkräften und radikal-islamischen Taliban sind in Afghanistan mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Im Westen des Landes riss ein Selbstmordattentäter einen US-amerikanischen Polizeiausbilder in den Tod.


Kabul - Wie die Regierung in Kabul am Donnerstag mitteilte, kamen bei einem Vorstoß der Sicherheitskräfte gegen Aufständische der radikalislamischen Taliban im Bezirk Musa Kala in der Provinz Helmand am späten Mittwochabend mindestens 13 Polizisten und mutmaßlich auch etwa 40 Rebellen ums Leben. Nach den stundenlangen Gefechten würden noch zwei Polizeikräfte vermisst.

Anschlag in Herat: Ein Selbstmordattentäter riss einen US-Bürger mit in den Tod
AFP

Anschlag in Herat: Ein Selbstmordattentäter riss einen US-Bürger mit in den Tod

Bei Gefechten in der Nachbarprovinz Kandahar, an denen auch kanadische Soldaten beteiligt waren, wurden nach Angaben eines kanadischen Armeesprechers 18 Taliban getötet. 35 Aufständische seien festgenommen worden. Das Gefecht zwischen afghanischen und kanadischen Soldaten auf der einen und Taliban auf der anderen Seite hatte gestern begonnen und zog sich bis in die heutigen Morgenstunden hinein. Bei den Kämpfen wurde auch eine kanadische Soldatin getötet.

Bei einem Selbstmordanschlag im Westen des Landes auf zwei Fahrzeuge mit Ausländern kamen ein US-amerikanischer Polizeiausbilder und der Attentäter ums Leben, wie die US-Botschaft in Kabul mitteilte. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Die örtliche Polizei hatte zunächst mitgeteilt, ein italienischer Soldat der Internationalen Schutztruppe ISAF sei bei dem Anschlag gestorben. Das bestätigte sich nicht. Der Anschlag ereignete sich in der rund 630 Kilometer westlich von Kabul gelegenen Stadt Herat.

phw/AFP/AP/ddp/dpa



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