Afghanistan Selbstmordattentäter reißt Dutzende Hochzeitsgäste in den Tod

Er zündete seinen Sprengstoffgürtel mitten auf einer Hochzeitsfeier. Im Süden Afghanistans hat ein Attentäter mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen, Dutzende Gäste der Feier wurden verletzt, unter ihnen viele Kinder.


Kabul - Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Hochzeitsfest in der südafghanischen Provinz Kandahar sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, als ein Unbekannter am Mittwochabend bei der Feier im Bezirk Arghandab seinen Sprengstoffgürtel in der Menschenmenge zündete. Unter den Verletzten waren auch der Bräutigam und zahlreiche Kinder.

"Dutzende von Menschen wurden in der Explosion entweder getötet oder verletzt", sagte ein Sprecher des Provinzgouverneurs. "Es war ein Selbstmordattentäter", fügte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen hinzu. Angesichts der schweren Verletzungen vieler Opfer befürchtete die Polizei einen weiteren Anstieg der Zahl der Todesopfer. Bis zum Donnerstagmorgen bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Eine Sprecherin der Nato-geführten Isaf-Truppen sagte, man wisse von dem Anschlag und unterstütze die örtlichen Sicherheitskräfte. "Das ist eine afghanische Angelegenheit", fügte sie hinzu.

Kandahar ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban. Die US-Truppen bereiten dort derzeit eine Offensive gegen die Aufständischen vor.

anr/dpa/Reuters



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Willie, 27.04.2010
1. -
Zitat von sysopDer Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fordert immer mehr Opfer. Mit jedem gefallenen Deutschen wird heftiger über den Sinn der Mission am Hindukusch gestritten. Soll sich die deutsche Truppe aus dem Krisenland zurückziehen? Oder soll sie bleiben und gegen die Taliban kämpfen?
So tragisch es auch ist, die Opferzahlen sind fuer Konflikte dieser Groessenordnung laecherlich gering. Im Vergleich zu andern Opferzahlen unseres taeglichen Lebens, wie Mord und Totschlag, Verkehrsunfaelle, Alkoholismus, Rauchertod, Aids und andere Krankheiten sind sie verschwindend gering, um etwas anderes als eine reiner emotionaler oder politisch-ideologischer Faktor zu sein. Soviel zu dem "was ist". Die naechse Frage ist die nach: Was wird geschehen wenn Deutschland sich aus Afghanistan verabschiedet? Konsequenzen. Kurzfristige und langfristige. Und da geht es dann los mit dem spekulieren ueber zukuenftiges -je nach Praeferenzen. Vom Umfang der Fakten kennen die meisten relativ wenig, viele werden bewusst ignoriert, wenn sie nicht ins Argument passen. Oder manipuliert damit sie ins eigene Argument passen. Nuechtern denken und logisch schluessig folgern tun die wenigsten. Dafuer haben die meisten emotionale und ideologische Praferenzen. Und fuer die ist nun "Muehle auf". Ergo "Ring frei" fuer die gesamte Palette von Prophezeiungen ueber "was geschehen wird".;-)
onemanshow 27.04.2010
2. "Kadett der Amerikaner in einem sinnlosen Krieg"
Zitat von sysopDer Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fordert immer mehr Opfer. Mit jedem gefallenen Deutschen wird heftiger über den Sinn der Mission am Hindukusch gestritten. Soll sich die deutsche Truppe aus dem Krisenland zurückziehen? Oder soll sie bleiben und gegen die Taliban kämpfen?
Abzug aller fremden Truppen aus Afghanistan ! Je eher, desto besser. Jakob Augstein, tatsächlich nicht der Sohn von Spiegel-Gründer Rudolf Augstein, scheint sich dennoch Kraft seines Amtes als Verleger des "Freitag" seines Vaters würdig zu erweisen - anders als Augsteins "Erben" beim ehemaligen Nachrichtenmagazin: "Wenn man alle Argumente bis an ihr Ende verfolgt, wenn man alle Lügen und Vorwände durchdrungen hat und wenn man auch alle falschen Hoffnungen auf eine Besserung für die Menschen in diesem Land verworfen hat, die es ja vielleicht zu Recht einmal gegeben haben mag, dann bleibt nur ein Argument, das den Verbleib Deutschlands am Hindukusch rechtfertigen kann. Und das ist die Bündnistreue. Wir führen Krieg aus Bündnistreue. Das ist die Politik von Angela Merkel. Dafür wird man sich ihrer erinnern: Als Kadett der Amerikaner in einem sinnlosen Krieg." Jakob Augstein http://www.freitag.de/wochenthema/1016-die-wahl-der-waffen
heinrichp 27.04.2010
3. Bundeswehr in Afghanistan
Zitat von sysopDer Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fordert immer mehr Opfer. Mit jedem gefallenen Deutschen wird heftiger über den Sinn der Mission am Hindukusch gestritten. Soll sich die deutsche Truppe aus dem Krisenland zurückziehen? Oder soll sie bleiben und gegen die Taliban kämpfen?
Margot Käßmann: "Bomben werden nicht helfen" Es kann nicht um einen gerechten Krieg gehen, sondern nur um einen gerechten Frieden. http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/article-bundeswehr-in-afghanistan-42590936.html
kdshp 27.04.2010
4.
Zitat von sysopDer Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fordert immer mehr Opfer. Mit jedem gefallenen Deutschen wird heftiger über den Sinn der Mission am Hindukusch gestritten. Soll sich die deutsche Truppe aus dem Krisenland zurückziehen? Oder soll sie bleiben und gegen die Taliban kämpfen?
Hallo, ich bin für sofortigen abzug der deutschen sodlaten. Gleichzeitig sollten/müssen wir aber afgahnistan unterstützen damit es nicht wider so wie vorher wird also unter den taliban. Hat bis jetzt doch auch immer ganz gut geklappt!
Hans58 27.04.2010
5.
Zitat von sysopDer Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fordert immer mehr Opfer. Mit jedem gefallenen Deutschen wird heftiger über den Sinn der Mission am Hindukusch gestritten. Soll sich die deutsche Truppe aus dem Krisenland zurückziehen? Oder soll sie bleiben und gegen die Taliban kämpfen?
Wie oft sollen wir noch über diese Frage hier diskutierten?
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