Afghanistan Sicherheitskräfte töten Dutzende Taliban-Rebellen

Die blutigen Kämpfe im Süden Afghanistans flauen nicht ab: In der Provinz Orusgan starben nach offiziellen Angaben mindestens 60 Taliban-Rebellen und fünf Sicherheitskräfte.


Kandahar - Wie der afghanische Armeekommandeur für den Süden, Rahmatullah Raufi, heute mitteilte, griffen Kämpfer der radikal-islamischen Taliban nahe Tirin Kot, der Hauptstadt der Provinz Orusgan, eine Armeepatrouille an. Anschließend habe die Armee einen "massiven" Gegenangriff gestartet, bei dem die 60 Taliban-Kämpfer getötet worden seien. Auch Flugzeuge der Koalitionsstreitkräfte seien zum Einsatz gekommen.

Der Süden Afghanistans ist seit der vergangenen Woche Schauplatz der blutigsten Kämpfe seit vielen Monaten. Seit dem Sturz der Taliban Ende des Jahres 2001 bekämpfen ihre Anhänger die afghanische Regierung und die mittlerweile rund 30.000 ausländischen Soldaten im Land. Die Zahl der Gefechte nimmt regelmäßig im Frühling zu; dieses Jahr sind sie allerdings besonders heftig. Einige Beobachter führen dies auf eine bessere Organisation der Aufständischen zurück.

Die US-Streitkräfte verteidigten indes einen Luftangriff auf ein südafghanisches Dorf, bei dem am Sonntag mindestens 16 Bewohner getötet wurden. Militärsprecher Tom Collins entschuldigte sich bei den Angehörigen der zivilen Opfer. Die Truppen seien aber beschossen worden und hätten das Recht auf Selbstverteidigung.

phw/AFP/AP



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