Afghanistan Soldaten töten Taliban-Führer von Kunduz

Erfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer der Radikalen und seine Leibwächter getötet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den Schatten-Gouverneur Mawladie Bahador.
Von Shoib Najafizada

Die afghanische Armee und Isaf-Truppen haben bei einer gemeinsamen Mission in der Nacht zu Silvester einen hochrangigen Taliban getötet. Wie der Chef der Polizei im Distrikt Char Dara in der Region Kunduz sagte, sei der örtliche Schatten-Gouverneur der Taliban, Mawladie Bahador, zusammen mit seinen Leibwächtern bei der Operation ums Leben gekommen.

Mehrere Menschen seien festgenommen worden. Wie Polizeichef Mohayodin weiter sagte, habe Bahador sich zum Zeitpunkt des Zugriffs mit einem tschetschenischen Kommandeur namens Ibrahim getroffen. Dieser habe bei der Operation aber entkommen können, sagte Mohayodin.

Insgesamt seien fünf Taliban getötet worden. Die Koalitionstruppen hätten außerdem mehrere Männer festgenommen. Die Isaf-Führung bestätigte, dass ein Taliban-Anführer in Char Dara getötet worden sei.

"Soldaten der afghanische Armee und der Koalition haben gestern bei einer Operation einen Taliban-Anführer im Distrikt Shin Wari in der Region Kunduz ins Ziel genommen. Sie nahmen mehrere verdächtige Aufständische fest und töteten mehrere bewaffnete Rebellen."

Nach dem Bericht der Isaf soll der Taliban-Anführer improvisierte Sprengsätze vorberietet und Gelder und Waffen an die Taliban-Führung verteilt haben. Er soll Verbindungen zu mehreren wichtigen Taliban-Anführern gehabt haben, die für Anschläge auf die afghanische Armee und Koalitionstruppen verantwortlich sind.

Die Taliban kommentierten die Tötung ihres Anführers in der Region Kunduz zunächst nicht.

Der bisherige Schatten-Gouverneur der Taliban in Kunduz, Mullah Salam, war in Pakistan verhaftet worden. Zwei weitere Schatten-Gouverneure waren von der afghanischen Armee und Koalitionstruppen getötet worden.

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