Taliban drohen Trump "Heiliger Krieg bis zum letzten Atemzug"

Die Taliban haben umgehend auf die neue Afghanistan-Strategie von Donald Trump reagiert. Sie kündigten dem US-Präsidenten einen "heiligen Krieg bis zum letzten Atemzug" an.
Taliban-Kämpfer in Afghanistan

Taliban-Kämpfer in Afghanistan

Foto: Mirwais Khan/ AP

Donald Trump will das US-Engagement in Afghanistan verstärken. Das kündigte der Präsident in seiner Rede an die Nation an. Die radikalislamistischen Taliban antworteten prompt mit einer Kampfansage.

Die Extremisten kündigten an, einen "heiligen Krieg bis zum letzten Atemzug" führen zu wollen. Solange auch nur ein US-Soldat im Land sei, würden die Taliban ihren "Dschihad mit Entschlossenheit" fortsetzen, teilte ihr Sprecher Sabiullah Mudschahid in einer E-Mail an Medien mit. "Wir werden ihnen (den Soldaten) Angst machen und ihrer Regierung die Realitäten in diesem Land zeigen." Die Taliban seien nicht kampfesmüde.

Sollten die USA nicht abziehen, werde Afghanistan zu ihrem Friedhof werden. Die Taliban seien nicht kampfesmüde.

Trump hatte angekündigt, die Extremisten daran zu hindern, den Krisenstaat am Hindukusch zu übernehmen. Die US-Truppen in Afghanistan erhielten künftig größere Freiheiten, um Terroristen und international agierende kriminelle Netzwerke ins Visier zu nehmen.

Bei der Vorstellung seiner Afghanistan-Strategie auf dem Militärstützpunkt Fort Myer in der Nähe von Washington rückte Trump von seiner früheren Kritik an dem Einsatz am Hindukusch ab und räumte ein, dass er die Lage nun anders bewerte. "Mein Gefühl war es abzuziehen", sagte Trump. Nach monatelangen Diskussionen sei er aber zu dem Schluss gekommen, dass "die Konsequenzen eines schnellen Abzugs sowohl vorhersehbar als auch inakzeptabel" seien. Ein übereilter Abzug würde ein "Vakuum" für "Terroristen" hinterlassen.

als/dpa/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.