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29. Juli 2014, 09:53 Uhr

Afghanistan

USA verlieren Kontrolle über große Waffenbestände

Hunderttausende Schnellfeuergewehre könnten in Afghanistan in die Hände der Taliban gelangen, warnt die US-Armee. Die Waffen, die an das afghanische Militär und Polizei geliefert wurden, seien nicht ordentlich registriert worden.

Kabul - Die Vereinigten Staaten haben bei ihrem Militäreinsatz in Afghanistan die Kontrolle über große Waffenkontingente verloren. Hunderttausende Waffen könnten in die Hände der aufständischen Taliban gelangen, warnte der US-Rechnungsprüfer für Afghanistan (Sigar), John Sopko, in einem am Montag veröffentlichten Bericht.

Weder die amerikanische Regierung noch die afghanischen Behörden hätten die Waffen ordentlich registriert, kritisierte Sopko. Zusätzliche Risiken entstünden dadurch, dass die Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte in den kommenden Jahren von 352.000 auf 228.500 verringert werden soll.

Seit 2004 seien allein mehr als 747.000 Schnellfeuergewehre vom Typ Kalaschnikow (AK-47) geliefert worden, heißt es laut AFP in dem Report. Der Gesamtwert der Schnellfeuerwaffen, Granatwerfer und sonstiger Waffen belaufe sich auf rund 626 Millionen Dollar.

Die Nachrichtenagentur AP meldete, dass der US-Regierung über eine Vielzahl der 465.000 Waffen, die sie an das afghanische Militär und Armee geliefert habe, keine genauen Informationen mehr vorliegen. Auf welchen Zeitraum sich die Anzahl bezieht, schrieb AP nicht.

heb/AFP/AP

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