Airbus-Absturz über dem Sinai Russischer Geheimdienst spricht von Anschlag
Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach russischen Angaben von einer Bombe an Bord verursacht worden. "Man kann eindeutig sagen, dass es ein Terroranschlag war", sagte der Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, in Moskau. Die selbst gebaute Bombe habe eine Sprengkraft von bis zu 1,5 Kilogramm TNT gehabt.
Die ägyptisch geleitete Untersuchungskommission zu dem Absturz sieht dagegen bisher keine Beweise für eine Bombe an Bord. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur aus dem Luftfahrtministerium hat das Team in Kairo bislang keine Sprengstoffspuren oder andere Anhaltspunkte gefunden.
Bei dem Absturz der russischen Verkehrsmaschine waren am 31. Oktober alle 224 Insassen ums Leben gekommen. Großbritannien und die USA waren bereits zuvor aufgrund von Geheimdienstinformationen davon ausgegangen, dass der Jet gesprengt wurde. Die deutsche Regierung hat sich bislang nicht offiziell zu möglichen Absturzursachen geäußert.
Der russische Präsident Wladimir Putin drohte den Tätern bei einem Treffen mit Bortnikow mit Vergeltung. Russland werde "sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen", betonte der Kremlchef. Nach dem Absturz hatte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in einem nicht zu verifizierenden Video die Verantwortung dafür übernommen.
Absturz in Ägypten: Spurensuche auf dem Sinai