Al-Qaida in Mali Schwede nach fast sechs Jahren Geiselhaft frei

Mehr als fünfeinhalb Jahre war der Schwede Johan Gustafsson eine Geisel der Terrororganisation al-Qaida in Mali. Jetzt ist der 42-Jährige wieder frei.

Johan Gustafsson (aus einem Video vom August 2012)
AFP/ AL JAZEERA

Johan Gustafsson (aus einem Video vom August 2012)


Ein Schwede, der vor fast sechs Jahren von der Terrororganisation al-Qaida in Mali gekidnappt wurde, ist am Montag freigekommen. Das teilte die schwedische Außenministerin Margot Wallström mit. Der heute 42-Jährige landete am Abend in Stockholm. Ob für die Freilassung des Schweden Lösegeld bezahlt wurde, wollte das Außenministerium nicht mitteilen.

Gustafsson war 2011 bei einer Motorradtour durch Afrika zusammen mit anderen Ausländern in Timbuktu entführt worden. Ein Deutscher, der dabei Widerstand leistete, wurde damals getötet. Außerdem wurden ein Niederländer und ein Südafrikaner gekidnappt.

Der Niederländer Sjaak Rijke war bereits 2015 von französischen Soldaten befreit worden. Zum Schicksal des Südafrikaners Stephen Malcolm McGown machte die schwedische Chefdiplomatin am Montag keine Angaben.

Die Gruppe Al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) hat noch weitere Geiseln in ihrer Gewalt. Damit diese wieder freikommen, forderten die Islamisten unter anderem die Freilassung eigener Kämpfer.

als/AFP



insgesamt 8 Beiträge
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rabandie 26.06.2017
1. Herzlichen Glückwunsch!
oder wie man auf englisch sagen würde: a very warm welcome! Wunderbar, ich hoffe, es geht ihm gut. Mit 42 ist man glücklicherweise noch jung genug, um auf viele Jahre Zukunft zu blicken. Machen Sie das beste draus, Herr Gustafson!
fatal.justice 26.06.2017
2. Lyckönskning!
Freue mich für ihn!
hugahuga 26.06.2017
3.
Was zählt ist allein, dass er am Leben geblieben ist - der Rest ist nachrangig. Glückwunsch an den Guten, der die gemachten Erfahrungen sicher zu vermarkten weiß. Steht ihm auch zu.
freddygrant 26.06.2017
4. Eine humane Tat ...
... wenn auch sehr spät, terroristisch bzw. kriminell! Vielleicht kann Gustafsson jetzt auch darüber seiner Justiz in Schweden berichten, wie man sich nach jahrelanger Haft und Isolation fühlt. Im Fall Assange hätte Schweden auf jeden Fall ein Verfahren und Urteil ohne den Beklagten einleiten können. Aber scheinbar schreckt ein Rechtsstaat wie Schweden nicht davon ab Menschen unnötig jahrelang zu isolieren!
micheleyquem 27.06.2017
5. Was hatte er dort zu suchen?
In der real existierede Welt unter amerikanischer Weltordnung existieren nun mal unzählige Terror Organisationen, und wer meint ausgerechnet in Länder wie Mali eine Motorradtour zu machen, der kann schon mal Pech haben. In Mali kann man ausser den Leuten beim Verhungern zuzusehen nicht viel machen. Erfreulich, dass er es überstanden hat und jetzt wieder frei ist, er wird ei niges über sich gelernt haben.
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