al-Qaida Terrorverdächtiger bei Explosion im Jemen getötet

Das mutmaßliche al-Qaida-Mitglied Kaid Sinian al-Harithi und fünf weitere Anhänger der Terrorgruppe sind bei der Explosion ihres Autos ums Leben gekommen. Al-Harithi war einer der meistgesuchten Terroristen im Jemen.


Sanaa - Der getötete Kaid Sinian al-Harithi, genannt Abu Ali, wurde vom FBI verdächtigt, den Anschlag auf den amerikanischen Zerstörer "USS Cole" mitgeplant zu haben. Das Auto des mutmaßlichen Terroristen explodierte in der Provinz Marib, 160 Kilometer östlich der Hauptstadt Sanaa, wo US-Ermittler ihn bereits seit längerer Zeit vermuteten.

Der Wagen mit den sechs Insassen wurde während der Fahrt in Stücke gerissen, laut Berichten von Augenzeugen nachdem er von einer Rakete getroffen worden war. Dem widerspricht die Aussage der Regierung in Sanaa, das Auto habe Sprengstoff transportiert, der wahrscheinlich versehentlich explodiert sei.

US-Ermittler hatten die Regierung von Präsident Ali Abdullah Salih seit den Terroranschlägen vom 11. September mehrfach aufgefordert, härter gegen islamistische Terroristen vorzugehen. Diese haben nach Einschätzung Washingtons in den von der Zentralregierung nur zum Teil kontrollierten Stammesgebieten Unterschlupf gefunden. Der untergetauchte al-Harithi hatte Presseberichten zufolge Anfang des Jahres angeboten, sich unter bestimmten Bedingungen der Regierung in Sanaa zu stellen. Unter anderem hatte er gefordert, nicht an die US-Behörden ausgeliefert zu werden.



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