Aleksandar Vucic Serbischer Premier rät zu weniger Taschengeld für Asylbewerber

Serbiens Regierungschef Vucic hält nicht viel von jenen Serben, die nach Deutschland flüchten. Im SPIEGEL spricht er von "falschen Asylbewerbern". Er rät, ihnen weniger Geld zu zahlen.
Premier Vucic: "Diese Leute wollen weder hier bei uns noch in Deutschland arbeiten"

Premier Vucic: "Diese Leute wollen weder hier bei uns noch in Deutschland arbeiten"

Foto: HEINZ-PETER BADER/ REUTERS

Der serbische Premierminister Aleksandar Vucic rät Deutschland, Flüchtlingsfamilien aus seinem Land künftig nicht mehr mit Taschengeldern auszustatten, die das Durchschnittsgehalt eines Serben mehrfach übersteigen. "Ihr müsstet denen nur weniger Geld anbieten", sagte Vucic dem SPIEGEL. "Diese Leute wollen weder hier bei uns noch in Deutschland arbeiten, dafür werden sie von euch mit viel Geld belohnt, irgendwann nach Serbien zurückgeschickt – und sechs Monate später probieren sie es wieder." Es handle sich um "falsche Asylbewerber". (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

Gleichzeitig betont der Politiker, dass sein Land bis 2020 der EU beitreten wolle. Die Zukunft Serbiens liege im Westen. Zwar fühlten sich viele seiner Landsleute zu den Russen hingezogen. "Doch wenn es um die Gesellschaft geht, in der sie leben wollen", sagte Vucic dem SPIEGEL weiter, "würden sich bis zu vier Fünftel für das westliche Modell entscheiden."

Er räumte ein, dass sein Land "unter Druck" stehe, eine Lösung für die Kosovofrage zu finden - laut serbischer Verfassung gehört das Kosovo zu Serbien, die meisten EU-Staaten erkennen es hingegen als eigenständigen Staat an.

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