Alexander Acosta Trumps Arbeitsminister tritt wegen Epstein-Skandal zurück

Donald Trumps Arbeitsminister Alexander Acosta hat seinen Rücktritt angekündigt. Grund sind die Vorwürfe, mit denen er im Fall Jeffrey Epstein konfrontiert war.

Alexander Acosta
Brendan Smialowski/ AFP

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US-Arbeitsminister Alexander Acosta hat wegen der Missbrauchsaffäre um den US-Finanzberater Jeffrey Epstein seinen Rücktritt angekündigt. Er habe Präsident Donald Trump über seine Rücktrittspläne informiert, sagte Acosta bei einem gemeinsamen Auftritt mit Trump im Weißen Haus. Trump sagte, Acosta sei ein "sehr guter Arbeitsminister" gewesen.

Epstein soll Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der Finanzier war 2008 einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entgangen, weil er einen Deal mit der Staatsanwaltschaft auf Bundesebene einging, der ihn vor weiteren Ermittlungen bewahrte. (Lesen Sie hier unseren Hintergrundbericht zum Fall Epstein.)

Umstrittener außergerichtlicher Deal

Epstein bekannte sich damals schuldig, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben und saß eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten ab - teils unter gelockerten Bedingungen. Acosta stimmte dem Deal damals als Staatsanwalt in Florida zu. Die US-Demokraten forderten deswegen nun Acostas Rücktritt als Arbeitsminister. Sie beklagen, mit dem Deal sei Epstein zu glimpflich davongekommen.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte jüngst neue Vorwürfe gegen Epstein erhoben. Sie beschuldigt ihn, Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Der 66-Jährige habe zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut, hieß es in der Anklageschrift. Epstein plädierte auf nicht schuldig.

Der Finanzberater gilt als gut vernetzt, von ihm veranstaltete Feste und Empfänge wurden von Prominenten und hochrangigen Politikern besucht, darunter Trump und der frühere US-Präsident Bill Clinton.

asa/AFP



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