Vor Amerika-Gipfel Kubanische Aktivisten in Panama festgenommen

Kuba ist dieses Jahr zum ersten Mal beim Amerika-Gipfel in Panama dabei. Einen Tag vor Beginn des Treffens mit Dutzenden Staats- und Regierungschefs wurden mehrere kubanische Aktivisten festgenommen.

Demonstranten in Panama: Zwölf kubanische Aktivisten festgenommen
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Demonstranten in Panama: Zwölf kubanische Aktivisten festgenommen


In Panama ist es vor dem Amerika-Gipfel zu Zwischenfällen zwischen angereisten Anhängern und Gegnern der kubanischen Regierung gekommen. Etwa hundert regierungsnahe kubanische Aktivisten hätten laut örtlicher Polizei mehrere Oppositionelle angefeindet. Zwölf Demonstranten seien daraufhin vor der kubanischen Botschaft in Panama-Stadt festgenommen worden.

Die Demonstranten wollten nicht mit den Dissidenten an einer Vorveranstaltung des Amerika-Gipfels teilnehmen und hätten sie beschimpft, sagte die Polizei. Zu dem Treffen der amerikanischen Staaten, das am Freitag beginnt, sind 35 Staats- und Regierungschefs der Region eingeladen.

Kuba ist zum ersten Mal bei dem Gipfel. Der sozialistische Karibikstaat und die USA hatten Mitte Dezember überraschend eine Normalisierung ihrer Beziehungen nach mehr als 50 Jahren angekündigt.

Auch Venezuela bemüht sich um eine Entspannung des bilateralen Verhältnisses zu den USA: Staatschef Nicolás Madura versicherte gegenüber der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff, zur Verringerung der Spannungen beizutragen.

Washington hatte das sozialistisch regierte Venezuela kürzlich zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt. Zudem hatten die USA Sanktionen gegen mehrere ranghohe venezolanische Funktionäre verhängt. Ein Berater des Weißen Hauses machte jedoch deutlich, dass die US-Regierung nicht glaube, dass Venezuela tatsächlich eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle - es handele sich eher um eine Rahmenformulierung.

kry/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Theodoro911 09.04.2015
1. Wenn Sie denn die Güte hätten
zu erklären ob die Polizei Cubaner oder Exil-Cubaner festgenommen hat. Der wirren Beschreibung lässt es sich leider nicht entnehmen. Wer wo gegen was demonstriert hat bleibt unklar.
Desi 09.04.2015
2. Toll....
da erleben die Kubaner doch gleich die viel gepriesenen westlichen Werte und Meinungsfreiheit. (Ironie ende)
jowitt 09.04.2015
3. @Theodoro911
Zitat von Theodoro911zu erklären ob die Polizei Cubaner oder Exil-Cubaner festgenommen hat. Der wirren Beschreibung lässt es sich leider nicht entnehmen. Wer wo gegen was demonstriert hat bleibt unklar.
Was ist daran "wirr"? Anhänger der kubanischen Diktatur haben Demonstranten der Exil-Kubaner angegriffen. Steht im Artikel.
geschwafelablehner 09.04.2015
4. @jowitt
im Artikel steht nichts von angreifen, sondern von beschimpfen; und dafür kommt man in den Knast? Und haben die Exil-Kubaner zurückgeschimpft, und sind die deshalb auch festgenommen worden? Bei uns würden die beiden Parteien einfach getrennt werden, und fertig.
carahyba 09.04.2015
5.
Zitat von jowittWas ist daran "wirr"? Anhänger der kubanischen Diktatur haben Demonstranten der Exil-Kubaner angegriffen. Steht im Artikel.
Exilcubaner haben eine Solidaritätsveranstaltung für Cuba gestört. Daraufhin kam es zu Rangeleien. Die Pro-Cubaner wurden verhaftet, die handvoll Exilcubaner, die den Zwischenfall provoziert hatten, zogen frohlockend ab, da sie ihr Ziel erreicht hatten. Erwähnt sollte auch werden, dass in den freien USA, speziell in Miami, jede Demonstration zugunsten Cubas sofort unterbunden wird und zu Freiheitsstrafen der Teilnehmer führt. Kann man in verschiedenen Zeitungen Lateinamerikas auf den hinteren Seiten nachlesen. Im SpOn wird aus diesem alltäglich sich ständig wiederholendem Vorgang eine gross aufgemachte Meldung fabriziert, passt in die ideologische Ausrichtung.
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