Amtseinführung Obamas Tag beginnt in der Kirche

Amerika feiert den Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Obama. Bereits Stunden vor der feierlichen Vereidigung warteten Hunderttausende Menschen in eisiger Kälte vor dem Kapitol in Washington. Die First Family begann ihren Tag mit einem Gottesdienst.

Familie Obama: Kirchenbesuch am Morgen
AFP

Familie Obama: Kirchenbesuch am Morgen


Washington - Wenige Stunden vor dem öffentlichen Amtseid auf dem Kapitol in Washington hat US-Präsident Barack Obama den Tag mit einem Gottesdienst begonnen. Am Montagmorgen (Ortszeit) nahm er in der St. Johns Episkopalkirche direkt gegenüber dem Weißen Haus an der Andacht teil. In Begleitung von Gattin Michelle und den gemeinsamen Töchtern Sasha und Malia betrat er gegen 8.30 Uhr das Gotteshaus. Auch Vize-Präsident Joe Biden nahm mit seiner Familie an der Messe teil.

Die Kirche wird seit dem frühen 19. Jahrhundert von den amerikanischen Präsidenten aufgesucht, dort ist für sie eine eigene Bank reserviert. Während der alte und neue Präsident im klassisch schwarzen Anzug und schwarzen Mantel erschien, trug seine Gattin Michelle einen dunkelblau glänzenden Anzug des Designers Thom Browne zur Schau.

Bereits am Morgen hatten sich bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt Hunderttausende Schaulustige vor dem Kapitol in Washington eingefunden. Dort wird Obama öffentlich seinen Amtseid ablegen und die Antrittsrede für seine zweite Amtszeit halten. Der wiedergewählte US-Präsident hat bereits erklärt, dass sein Thema "Unser Volk und unsere Zukunft" lautet. Auf die politischen Auseinandersetzungen mit den Republikanern wolle er nicht eingehen, hieß es. Darauf folgt eine "Inaugural Parade", bei der die Obamas und Vize-Präsident Joe Biden auch einen Teil zu Fuß mitlaufen wollen.

Der Präsident war bereits wie von der Verfassung verlangt am 20. Januar offiziell ins Amt eingeführt worden. Weil der Tag in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, wiederholt Obama den Eid öffentlich an diesem Montag.

Einladung aus Berlin

Zu seiner zweiten Amtszeit erhielt Obama auch Glückwünsche aus Deutschland und eine Einladung. Bundespräsident Joachim Gauck hofft auf einen Besuch des US-Präsidenten. Die Deutschen brächten den USA, aber auch Obama persönlich, "eine hohe Wertschätzung und große Sympathie entgegen", erläuterte Gauck am Montag in einem Glückwunschschreiben.

Obamas Besuch vor fast fünf Jahren in Berlin sei "dafür ein beredtes Zeugnis" gewesen. "Gern würde ich gemeinsam mit Ihnen hieran anknüpfen und lade Sie daher, zur Vertiefung der bewährten Freundschaft zwischen unseren Ländern, zu einem Besuch in Deutschland ein", schrieb Gauck weiter.

Obama hatte während seiner ersten Kandidatur für das Präsidentenamt im Juli 2008 vor rund 200.000 Menschen in Berlin eine vielbeachtete Rede gehalten. Einen Staatsbesuch in der Hauptstadt gab es während seiner ersten Amtszeit nicht. Nach SPIEGEL-Informationen soll jedoch sein Stellvertreter Biden Anfang Februar in Berlin Kanzlerin Angela Merkel treffen.

ler/dpa/dapd



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
Toby Brecht 21.01.2013
1. Endlich mal eine wichtige Nachricht!
Der Präsident beginnt den Tag.
Red-Mercury 21.01.2013
2. Was sucht der Nobelpreisträger in der Kirche?
Zitat von sysopAFPAmerika feiert den Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Obama. Bereits Stunden vor der feierlichen Vereidigung warteten Hunderttausende Menschen in eisiger Kälte vor dem Kapitol in Washington. Die First Family begann ihren Tag einem Gottesdienst. http://www.spiegel.de/politik/ausland/amtseinfuehrung-obama-besucht-gottesdienst-in-washington-a-878844.html
Möchte der Präsident der Verschwöhrungstheoretikern etwa damit Zeigen, "Seht her, ich bin doch kein Moslem"? Au weia! Hat er vieleicht heimlich eine Beichte abgelegt? Der Teufel wird es schon wissen! @:-)
heitjer 21.01.2013
3. Na dann....
Zitat von Toby BrechtDer Präsident beginnt den Tag.
Endlich mal geht er in eine Kirche....!
Vespa74 21.01.2013
4. Wär's ein Republikaner gewesen...
dann hätte man ihn im Unterton in die christlich-fundamentalistische Ecke gestellt. Aber bei Obama ist's natürlich nur ein guter Christ.
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