Andrew Puzder Trumps nominierter Arbeitsminister zieht zurück

US-Präsident Donald Trump muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Sein Kandidat für den Posten des Arbeitsministers verzichtet auf das Amt.

Donald Trump und Andrew Puzder im November 2016
AP

Donald Trump und Andrew Puzder im November 2016


Andrew Puzder sollte den Posten des Arbeitsministers im Kabinett von US-Präsident Donald Trump übernehmen - doch jetzt hat der 66-Jährige seine Kandidatur zurückgezogen. Gründe gab Puzder für den Schritt nicht an. Hintergrund war aber offenbar mangelnder Rückhalt auch unter Trumps Republikanern im Senat, der die Kabinettsnominierungen zu bewilligen hat.

"Ich ziehe meine Nominierung für das Amt des Arbeitsministers zurück. Ich fühle mich geehrt, dafür in Betracht gezogen worden zu sein, und bin allen dankbar, die mich unterstützt haben", schrieb Puzder auf Twitter. In einem Statement von ihm heißt es, er habe seine Entscheidung "nach sorgfältiger Abwägung und Gesprächen mit meiner Familie" getroffen. Das Weiße Haus bestätigte Puzders Verzicht, nannte aber auch keine Gründe.

Im Senat, der von Trumps Republikanern dominiert ist, hatte sich eine herbe Niederlage für Puzder angedeutet. Bis zu zwölf republikanische Senatoren wollten Puzder die Gefolgschaft verweigern, vier Gegenstimmen würden als sicher gelten, berichtete CNN. Damit hätte Puzder nicht die erforderliche Mehrheit erreicht. Die Abstimmung war für Donnerstag geplant.

"Eine gute Entscheidung"

Puzder habe "mit seinem Rückzug eine gute Entscheidung getroffen", sagte der republikanische Senator Marco Rubio. Der demokratische Fraktionschef im Senat, Chuck Schumer, begrüßte Puzders Verzicht als "Sieg für den amerikanischen Arbeiter". Der Unternehmer hätte niemals von Trump für den Ministerposten nominiert werden dürfen, "und viele Republikaner sehen das klar genau so."

Als Manager einer Burgerkette hatte sich Puzder entschieden gegen Regulierungen und den Mindestlohn ausgesprochen. Der herben Kritik der Demokraten an seiner Nominierung hatten sich mehr und mehr Republikaner angeschlossen. Letztlich dürfte den 66-Jährigen zu Fall gebracht haben, dass er zugab, eine Immigrantin ohne Einwanderungserlaubnis als Haushälterin beschäftigt zu haben. Außerdem sah er sich mit den bereits bekannten Vorwürfen häuslicher Gewalt konfrontiert.

wit/dpa/AFP

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