Angeblicher Uran-Deal Demokraten werfen Bush Irreführung vor

Die oppositionellen Demokraten wollen mit einer Fernseh-Kampagne Präsident George W. Bush Irreführung der Bevölkerung vor dem Irak-Krieg vorwerfen. Die Republikaner forderten die Sender auf, diese Werbespots nicht zu senden, da sie "bewusst falsch" seien. Unterdessen sinken Bushs Umfragewerte weiter.


Wegen angeblichem Uran-Deal der Iraker im Visier der Opposition: George W. Bush
AP

Wegen angeblichem Uran-Deal der Iraker im Visier der Opposition: George W. Bush

Crawford - Die Demokraten haben das Geld für die Kampagne zum Teil in einer E-Mail-Kampagne seit dem 10. Juli gesammelt. In dem Fernsehspot wird auf die Rede zur Lage der Nation Bezug genommen, in der Bush erklärte, Saddam Hussein habe versucht, große Mengen Uran in Afrika zu kaufen. "Aber jetzt erfahren wir, dass das falsch war", heißt es in dem Beitrag. "Die CIA wusste es. Das Außenministerium wusste es. Das Weiße Haus wusste es. Sie haben es uns trotzdem erzählt."

Die Republikaner kritisieren, dass Bush in dem vollständigen Zitat erklärte, die Briten hätten Hinweise darauf, dass Saddam Hussein in Afrika Uran kaufen wollte. Ein Sprecher der Demokraten, Tony Welch, erklärte, ob mit oder ohne Briten, es bleibe falsch und irreführend, was Bush gesagt habe.

Die Kampagne kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Vertrauen der Amerikaner in Bush sinkt. Laut einer aktuellen Umfrage von CNN und "Time" vertrauen Bush nur noch 47 Prozent. Ende März waren es noch 56 Prozent. 51 Prozent haben Zweifel oder zumindest Vorbehalte.



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