Angebot an die EU Iran schickt Lösungspaket für Atomstreit

Zaghafte Annäherung Teherans: Irans Regierung hat der EU ein Paket von Vorschlägen vorgelegt, wie der Streit über das Atomprogramm und andere Problemfälle gelöst werden könnte.

Brüssel - Irans Botschafter Aliaschgar Chadschi sprach bereits mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana über die Vorschläge. Einzelheiten des Lösungpakets sind nicht bekannt. Die diplomatische Vertretung der Islamischen Republik in Brüssel erklärte aber, es gehe um "politische, Sicherheits-, Wirtschafts- und Energiethemen und die Frage der friedlichen Nutzung der Atomenergie".

Eine Sprecherin Solanas bestätigte das Treffen und kündigte an, die Ideen zu überprüfen. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte wenige Stunden zuvor gesagt, Teheran sei bereit, mit den Weltmächten über globale Probleme zu sprechen. Allerdings bekräftigte er, dass Iran nicht der Forderung der Vereinten Nationen nachkommen werde, seine Urananreicherung stillzulegen.

EU-Chefdiplomat Solana verhandelt bereits seit Juni 2006 im Auftrag der sogenannten Sechsergruppe (Deutschland, China, Frankreich, Großbritannien, Russland und USA) mit dem Land über sein Atomprogramm.

Iran steht im Verdacht, an Atomwaffen zu arbeiten. Politiker des islamischen Staats pochen dagegen auf die zivile Nutzung der Atomkraft zur Stromgewinnung. Der Uno-Sicherheitsrat hat wiederholt Sanktionen verhängt, um Iran zum Einlenken zu zwingen.

Anlässlich des Besuchs von US-Präsident George W. Bush zu den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Gründung Israels hat Mahmud Ahmadinedschad jedoch Israel beschimpft. In einer Rede in der nordiranischen Stadt Gorgan sagte er dem Staat den Untergang vorher.

"Das Zionisten-Regime wird sterben", so der für seine anti-israelischen Äußerungen bekannte Staatschef am Mittwoch. Daran änderten auch die Feiern zum Jubiläum nichts. Die Länder in der Region hassten den jüdischen Staat und würden ihn vernichten, sobald sich dazu die geringste Chance biete, sagte Ahmadinedschad weiter.

fat/Reuters/AFP