Besuch im Kanzleramt Richard Gere hofft auf Merkels Hilfe

Hollywoodstar Richard Gere ist im politischen Berlin unterwegs. Nach der Grünen-Politikerin Claudia Roth traf der Schauspieler und Tibet-Aktivist Angela Merkel - und setzt hohe Erwartungen in die Kanzlerin.

REUTERS

Kanzlerin Angela Merkel hat den US-Schauspieler Richard Gere im Kanzleramt zu einem Gespräch getroffen. Thema sei die Menschenrechtslage in Tibet gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert über Twitter mit. Gere besuchte Merkel in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der International Campaign for Tibet. Weitere Inhalte des Gesprächs wurden nicht bekannt.

In der "Passauer Neuen Presse" hatte Gere angekündigt, der Kanzlerin "eine persönliche Botschaft des Dalai Lama" überbringen zu wollen. Gere sagte, er selbst setze im Bemühen um ein Ende der Unterdrückung der Tibeter in China voll auf Merkel.

Der Tibet-Aktivist kündigte an, eine Konferenz organisieren zu wollen, die wahrscheinlich in Deutschland stattfinden solle. Über das Thema habe er zuvor auch schon mit der grünen Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth beraten.

Vor dem Treffen hatte sich die Bundesregierung zur Ein-China-Politik bekannt, wonach es nur ein vereintes China gibt. Dies gelte auch mit Blick auf Tibet. Gleichzeitig verwies eine Regierungssprecherin auf den Einsatz für die Achtung der Menschenrechte. Gere besucht in Berlin auch die Berlinale.

asa/dpa



insgesamt 42 Beiträge
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curiosus_ 09.02.2017
1. Es wäre ja schon merkwürdig, wenn...
...die Bundesregierung nun aktiv werden würde nur weil derjenige, der sie dazu auffordert nicht Max Mustermann sondern Richard Gere heißt.
berlin1136 09.02.2017
2. Bringt....
das für Merkel Stimmen? Man macht aber auch alles. Prominente sollen halt das Image heben. War schon immer zu allen politischen Zeiten so.
BettyB. 09.02.2017
3. Toll
Unsere Amitesse, die an der Seite der USA mittels Ukrainepolitik die Russen verbitterte, die in trumpschen Tagen von den USA nicht mehr ganz so bezaubert ist, die von den Europäern als Spalterin angesehen wird, verstimmt nun endlich auch die Chinesen. Nun, zum Abschied ein wahrlich gelungenes Geschenk an die Wähler...
spon_3064063 09.02.2017
4.
Die Tibetinitiarive unterstütze ich sehr. Ich hoffe, das Merkel irgendwie Flagge zeigt.!
1966logan 09.02.2017
5. Wenn ein Richard Gere...
etwas von der Kanzlerin will, dann kann es sich nur um Geld handeln, für seine humanitären Projekte. Das wird er wahrscheinlich auch bekommen, der deutsche Steuerzahler kann ja nicht "nein" sagen. Es gibt immer mehr Aktivisten die irgendwelche Projekte betreiben, allerdings mit dem Geld anderer Leute. Das finde ich nicht unbedingt gut.
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