G20-Vortreffen Merkel trifft Putin am Dienstag in Sotschi

Kommende Woche trifft Angela Merkel mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zusammen. Sie besprechen den G20-Gipfel in Hamburg - doch auch die Kriege in Syrien und der Ostukraine werden Thema sein.
Angela Merkel und Wladimir Putin im Mai 2015 beim Weltkriegsgedenken in Moskau

Angela Merkel und Wladimir Putin im Mai 2015 beim Weltkriegsgedenken in Moskau

Foto: REUTERS

Eigentlich war das Treffen in Moskau geplant, nun werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Kreml-Chef Wladimir Putin kommende Woche zu einem Arbeitstreffen in der russischen Stadt Sotschi zusammenkommen. Themen sind unter anderem der Krieg in Syrien, der Zerfall Libyens und der Ukrainekonflikt. Die Gespräche würden außerdem der Vorbereitung des G20-Gipfels in Hamburg dienen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Mit Blick auf die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland und dessen Unterstützung von Separatisten im Osten der Ukraine sagte Seibert: "Das sind belastende Umstände, die kann man nicht wegdiskutieren." Es sei aber Ziel der Bundesregierung, Russland in konstruktive Lösungen einzubinden.

Russland griff in einer zunächst verdeckten Militäroperation den Osten der Ukraine an, nachdem sich die neu gewählte Regierung in Kiew der Europäischen Union zu- und von der russischen Föderation abgewandt hatte. Von Moskau unterstützte Separatisten besetzten außerdem die bis dahin ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim.

Im syrischen Bürgerkrieg kämpft Russland an der Seite des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Das Eingreifen der russischen Armee galt 2015 als entscheidend für das politische und militärische Überleben Assads. Die Attacken der russischen Bomber richten sich Moskau zufolge gegen Islamisten. Zum Ziel werden aber auch gemäßigte Rebellengruppen, die seit mehr als fünf Jahren versuchen, die Regierung in Damaskus zu stürzen.

Zuletzt war Merkel im Mai 2015 beim Weltkriegsgedenken 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Russland. Seither hat sie Putin mehrfach auf internationalen Gipfeln in anderen Ländern getroffen und oft mit ihm telefoniert.

cht/Reuters