Offener Brief an die Kanzlerin Merkel reagiert verhalten auf Hilfegesuch von Hongkonger Aktivist

Einen offenen Dialog wünscht sich Angela Merkel. Den Brief des Hongkonger Aktivisten Wong nahm sie vor ihrer China-Reise mit Zurückhaltung entgegen.

Angela Merkel hat mit Bedacht auf den Brief des Hongkonger Aktivisten Joshua Wong reagiert.
Michael Sohn/ AP

Angela Merkel hat mit Bedacht auf den Brief des Hongkonger Aktivisten Joshua Wong reagiert.


Die Bundesregierung hat die Bitte des Hongkonger Aktivisten Joshua Wong verhalten aufgenommen. Kanzlerin Angela Merkel habe der offene Brief über die Medien erreicht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Zur Frage, ob die Kanzlerin Wong und andere Aktivisten bei ihrem anstehenden China-Besuch treffen werde, sagte Seibert, am Reiseprogramm Merkels habe sich nichts geändert. Das Programm beinhaltet kein solches Treffen. Die Kanzlerin bricht am Donnerstag zu ihrer dreitägigen China-Reise auf.

Grundsätzlich trete die Bundesregierung für eine Lösung im Dialog ohne Gewalt ein, sagte Seibert. Dieser Dialog müsse auf Grundlage des in Hongkong geltenden "Basic Law" geführt werden, sagte er. Das Grundgesetz räumt den Menschen in der Sonderverwaltungszone Grundrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit ein.

Wong bat in dem in der "Bild" veröffentlichten Brief um Beistand und erinnerte Merkel an den Mut, der Deutschland und Europa in der Vergangenheit im Kampf gegen Unrechtsregime stark gemacht habe.

flg/dpa/Reuters

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