Uno-Mission Angriff auf Blauhelme in Mali

Terroristen haben in Mali erneut Uno-Friedenstruppen attackiert. Mindestens drei Menschen wurden bei einem Überfall getötet.

Soldaten in Mali
AFP

Soldaten in Mali


Bei einem Angriff auf einen Konvoi der Uno-Friedenstruppe in Mali sind mindestens ein Soldat und zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Zudem wurden sieben Blauhelme aus Togo verletzt, drei von ihnen schwer.

Der Angriff ereignete sich am Sonntagmorgen bei Douentza in der Region Mopti. Zuerst explodierte ein Sprengsatz, dann beschossen die Angreifer den Konvoi, wie die örtliche Uno-Mission Minusma mitteilte.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag. Dieser könne nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen darstellen, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte sein Sprecher am Montag.

In Mali sind verschiedene islamistische Terrorgruppen aktiv. Seit Monaten spitzt sich die Sicherheitslage für Soldaten dort zu. Im ersten Halbjahr 2016 wurden bereits 24 Uno-Soldaten bei Angriffen getötet. Im Juli wurden erstmals deutsche Soldaten bei einer Erkundungsfahrt beschossen, kamen aber unverletzt davon. Zuletzt war am vergangenen Freitag ein französischer Unteroffizier bei der Explosion einer Mine getötet worden.

Der Norden des westafrikanischen Sahara-Staates war 2012 zeitweise von islamistischen Milizen erobert worden. Die Uno-Mission Minusma mit knapp 13.300 Soldaten und gut 1900 Polizisten bemüht sich um eine Stabilisierung des Landes. Die Bundeswehr beteiligt sich derzeit mit rund 500 Soldaten an dem Uno-Einsatz und hilft mit 130 Soldaten bei der Ausbildung malischer Truppen.

is/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.