Angriff aus der Luft Iran bombardiert kurdische Dörfer im Irak

Mit Kampfhubschraubern hat Iran am Samstag drei kurdische Dörfer im Irak angegriffen. Der Schlag habe kurdischen Unabhängigkeitskämpfern gegolten, berichten ein Fernsehsender und irakische Grenztruppen.


Bagdad/Suleimanijah - Die iranische Armee hat nach irakischen Angaben mit Kampfhubschraubern Stellungen im Kurdengebiet im Nordirak angegriffen. Die Angriffe am Samstag hätten kurdischen Unabhängigkeitskämpfern gegolten, verlautete aus informierten Kreisen irakischer Grenztruppen. Einen derartigen Angriff von iranischer Seite habe es bisher noch nicht gegeben.

Drei kurdische Dörfer im Norden des Iraks seien bombardiert worden, berichtete der TV-Senders Al-Arabija. Angaben über Verletzte oder gar Tote gab es zunächst nicht. Demnach wurden die Dörfer Kani Saif, Dschomarasi und Kara Sosi im Bezirk Pendschwin in der Nacht von iranischer Artillerie beschossen. Am Morgen hätten dann drei Hubschrauber die Dörfer bombardiert.

Erst am Freitag hatten Kommunalbeamte in der nordirakischen Kurdenprovinz Suleimanija erklärt, die iranische Armee habe am Mittwochabend im Bezirk Sarawan unweit der Grenze mehrere Dörfer unter Beschuss genommen. Es sei großer Sachschaden entstanden.

Die türkische Luftwaffe fliegt des öfteren Angriffe auf Ziele vor allem der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak. Die PKK kämpft seit Anfang der achtziger Jahre für eine Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete.

ore/AFP/dpa



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