Angriffe auf Ausländer Neun Tote bei Anschlägen im Irak

Fünf US-Soldaten sind bei der Explosion eines Sprengsatzes westlich von Bagdad getötet worden. Vier weitere Ausländer kamen bei Angriffen in der Stadt Falludscha ums Leben.


Anschlag in Falludscha: Rebellen töteten vier Ausländer und steckten ihre Autos in Brand
REUTERS

Anschlag in Falludscha: Rebellen töteten vier Ausländer und steckten ihre Autos in Brand

Bagdad - Der Sprengsatz explodierte unter dem gepanzerten Militärfahrzeug mit dem die Soldaten in der Provinz al-Anbar unterwegs waren, bestätigte ein Sprecher des US-Militärs. Weitere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.

In der nur wenige Kilometer entfernten Stadt Falludscha sollen in einem weiteren Anschlag vier Ausländer in ihren Autos getötet worden sein. Zur Identität der Opfer gab es widersprüchliche Angaben. Einige Augenzeugen erklärten Reportern vor Ort, es handele sich um US-Soldaten, andere sagten dem arabischen Fernsehsender al-Arabija, die Getöteten seien Zivilisten. Aus den beiden Geländewagen schlugen Flammen, während Einwohner von Falludscha anti-amerikanische Slogans riefen. Augenzeugen berichteten, die Toten seien aus den Fahrzeugen gezerrt und durch die Straßen geschleift worden.

Laut al-Arabija wurden am Morgen außerdem elf Iraker bei einem Sprengstoffanschlag auf den Gouverneur der Provinz Dijala verletzt. Der Gouverneur sei unversehrt geblieben, hieß es. Der Sender zeigte Bilder eines zerstörten Autos, das in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba explodiert war. Auf den Gouverneur waren im vergangenen Jahr mehrere Attentate verübt worden.



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